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Titel: Von Licht und Schatten

FSK: ab 16
Personen: TR, Meeri, Meeris Vater Mike, Calervo und Calista

Genre: Fantasy, Lemonade, Sad. Death (kein Hauptcharakter)
Autor: Tiffy2006
Dislaimer: Die Jungs gehören nicht mir und ich verdiene auch kein Geld damit. Meeri gehört mir, die Geschichte entspringt meiner kranken Phantasie und ist logischerweise nie passiert.

Auf geht´s

"Aki jetzt mach hinne, ich kann das Viech nicht mehr lange festhalten" schrie Lauri und wälzte sich mit einem anderen Mann auf dem Boden.
Aki kam angerannt, mit einem Pflock in der Hand und schmiß ihm Lauri zu.
Dieser fing ihn geschickt auf und rammte ihn mitten in das Herz des Mannes, der anfing in sich Staub aufzulösen. Es machte nur noch Puff und Lauri lag mit dem Gesicht nach unten in der Matsche.
Aki fing an zu lachen. "Das ist nicht witzig, warum muß ich immer die Drecksarbeit machen?" fragte er, stand sauer auf und wischte sich die Matsche aus dem Gesicht.
"Weil du das am besten kannst" verteidigte sich Aki.
"Ihr könntet das auch mal machen." sagte Lauri und wurde immer wütender.
"Warum wirst du denn jetzt wütend, wir haben den Vampir doch erledigt" kam es von hinten.
"Eero nicht ihr habt ihn erledigt, sondern ich und guck dir an wie ich aussehe, ich werd erstmal duschen gehen." sagte er und stampfte davon.
"Der kriegt sich schon wieder ein." sagte Eero. "Ja, wie immer" sagte jetzt eine andere stimme an seiner Seite. "Pauli kannst du mir mal sagen wo du warst?" fragte Eero genervt.
"Ich hatte Hunger" verteidigte sich Pauli.
"Wir haben hier mit dem Leben gekämpft und du hast nichts besseres vor als dir den Bauch voll zu schlagen. Hunger. Das kann ja wohl nicht wahr sein." schrie Eero seinen Freund an.
"Ich brauch jetzt was zur Beruhigung, diese Jagd macht mich immer ganz wuschig" sagte Aki und hüpfte von einem Bein auf das andere.
"Dann laßt uns mal, ich hab noch leckeren Tee zu Hause." sagte Eero und leckte sich die Lippen.
"Eero, wie oft soll ich dir noch sagen das ich keinen Ingwertee mag. Der schmeckt zum Kotzen, was ich jetzt brauch ist ein Bier." sagte Aki.
Eero zog eine Schnute und ging voraus "Ok, dann kriegst du halt ein Bier, was ist mit dir Pauli?" fragte Eero. "Ne, danke, ich geh nach Hause. Ich brauch meinen Schönheitsschlaf." sagte Pauli gähnend zu dem Bassisten. So gingen sie getrennte Wege für heute abend, ohne zu bemerken das sie beobachtet wurden.

Meeri sah zu wie die vier Männer immer noch den Vampir bekämpften.
Der kleine mit den Federn in den Haaren fing den Pflock auf und rammte ihn ins Herz.
Sie erschrak immer noch wenn sie sowas sah, aber seitdem ihre Eltern von Vampiren getötet worden waren mußte sie sich daran gewöhnen.
Sie beschloß dem kleinen Kerl mit den Federn hinterher zu gehen und nahm die Beine in die Hand.
Dabei kamen ihr immer wieder die Bilder in den Kopf von dem Tag als ihre Eltern getötet worden waren.
Sie hatte sich in einer kleinen Nische versteckt so das die zwei Vampire, ein Mann und eine Frau, sie nicht sehen konnten. Erst wurde ihre Mutter getötet und dann ihr Vater. Bei ihrem Vater war es besonders grausam und sie wollte eigentlich gar nicht daran denken aber die Bilder ließen sich einfach nicht abstellen.
Sie hatte immer noch Alpträume davon und solange wie diese zwei noch am "Leben" waren konnte sie auch keine Ruhe finden.
Der Federtyp war jetzt in eine dunkle Gasse eingebogen und Meeri folgte ihm mit sicherem Abstand.
Dann bog sie auch in die Gasse ein und bemerkte das sie ihn verloren hatte.
Plötzlich wurde sie von hinten angegriffen und der Mund wurde ihr zu gehalten. "Was willst du von mir?" sagte eine rauhe Stimme.

Lauri bemerkte schon nach einer geraumer Zeit das er verfolgt wurde, er bog in schnell in eine dunkle Gasse ab und versteckte sich, dann sah er wie eine junge Frau sich suchend umschaute.
Sie war kleiner als er, schlank und hatte schwarze lange Haare.
Er schlich sich an sie ran, schlang einen Arm fest um ihre Mitte und drückte sie fest an sich, gar nicht so unangenehm, dachte er grinsend und hielt ihr mit der anderen Hand den Mund zu.
"Was willst du von mir" flüsterte er leise.
Die Frau in seinen Armen versteifte sich aber wehrte sich nicht.
"Ich werde dir jetzt die Hand vom Mund nehmen, und dann will ich eine Erklärung." sagte er immer noch flüsternd damit keiner auf sie aufmerksam wird.
Sie nickte nur und er spürte ihre Angst. "Ich tu dir nichts." fügte er deshalb noch sanft hinzu.
Sie nickte wieder und er nahm die Hand weg, hielt sie aber noch mit eisernem Griff fest, so daß sie nicht fliehen konnte.

Meeri merkte wie ihr die Hand vom Mund genommen wurde.
Sie hatte die ganze Zeit, vor Angst, die Augen geschlossen gehabt, jetzt öffnete sie sie wieder.
"Ich... ich...ich hab v...vorhin gesehen, wie du den Kerl erledigt hast und ich brauche deine Hilfe." fing sie an zu stottern.
Sie wurde plötzlich losgelassen. Sie drehte sich um und schaute in die grünen Augen des jungen Mannes.
Er blickte verwundert ihn ihr hübsches Gesicht.
"Du brauchst meine Hilfe?" fragte er verwirrt.
Sie erklärte ihm alles mit ihren Eltern, das sie sich rächen wollte und das sie, wenn er ihr nicht hilft, es auf eigene Faust machen wollte.
"Nu mach mal halblang, du kannst nicht alleine gegen Vampire kämpfen. Weißt du eigentlich wie stark die sind? Die zerquetschen dich mit dem kleinen Finger." sagte er und wurde wütend, weil sie ihr Leben riskieren wollte.
"Ich weiß wie stark die sind, deshalb frag ich dich ja, ob du mir helfen kannst" sagte sie leise.
"Du hast uns beobachtet?" fragte er und versuchte sich zu bändigen.
Wußte sie denn nicht in welche Gefahr sie sich gebracht hatte dachte er wütend.
"Komm mit, hier können wir nicht bleiben!" knurrte er nur packte sie am Arm und schleppte sie unter Protest ihrerseits mit zu sich nach Hause. `Bei mir werd ich ihr erstmal den Kopf waschen.` dachte er sauer und beschleunigte seine Schritte.

"Hey du tust mir weh." maulte sie aber es kam keine Reaktion von Lauri.
"Sag mal du Federvieh hörst du schlecht, du tust mir weh." schrie sie ihn jetzt an, aber seinerseits kam immer noch keine Reaktion.
Also fügte sie sich und stolperte hinter ihm her.
Gerade als sie aus der Straße gehen wollten trat eine junge Frau ihnen in den Weg.
"Na, wohin wollen wir denn hin?" fragte sie und grinste boshaft.
"Lauf!" flüsterte Lauri nur und sie konnte nur noch dieses Wesen anstarren das sie selbst gierig beobachtete.
"ICH HAB GESAGT LAUF!" schrie jetzt Lauri und schubste Meeri in die andere Richtung.
Meeri sah von dem jungen Mann zu dem Vampir und wieder zurück, dann drehte sie sich um und lief so schnell sie konnte in die andere Richtung. Dann aber blieb sie plötzlich stehen. Sie konnte ihn da doch nicht alleine lassen mit diesem Vieh, so leise sie konnte schlich sie sich wieder zurück und beobachtete das Schauspiel aus sicherer Entfernung hinter ein paar Mülltonnen, bereit im nächsten Moment sich auf dieses Ungeheuer zu stürzen.

Die beiden umkreisten sich wie Ringkämpfer, der Vampir machte den ersten Angriff und stürmte auf ihn zu.
Lauri wich ihr geschickt aus und verpaßte ihr eine Faust in die Magengrube und sofort danach schlug er ihr in das schmerzverzerrte Gesicht.
Er zog seinen Pflock, stach mitten in das Herz und sah in das verblüffte Gesicht des Vampirs. Lauri lächelte nur. Sie zerfiel zu Staub und Meeri kam aus ihrem Versteck hinter den Mülltonnen hervor. "
Das...das...das war abgefahren." sagte sie bewundernd.
Er drehte sich ruckartig um und sein Gesicht verfinsterte sich.
"Was machst du hier, du solltest abhauen" schrie er sie an.
Sie wich leicht zurück und schaute betreten zu Boden. "Aber wenn du Hilfe gebraucht hättest." versuchte sie sich zu verteidigen.
"Ich brauche keine Hilfe, und schon gar nicht von dir. Wie hättest du mir den geholfen." brauste er weiter auf und packte sie an den Schultern.
"Wenn du das nochmal machst werde ich mich vergessen verstanden. Wie heißt du?" flüsterte er nahe an ihrem Gesicht.
"Meeri, mein Name ist Meeri." sagte sie und schaute zu ihm auf . "Du willst mir also helfen?" sagte sie.
"Ja" knurrte er packte sie wieder am Arm und zog sie in Richtung Wohnung.
"Sag mal du Vogel wie heißt du eigentlich, oder soll ich dich weiterhin Vogel nennen." fragte sie.
Er blieb stehen drehte sich um und zu ihrer Verblüffung grinste er.
"Mein Name ist Lauri." antwortete er und nahm sie jetzt bei der Hand.
"Komm, bevor noch mehr Vampire auf uns aufmerksam werden." flüsterte er, sah sich um und ging weiter

Lauri?" begann sie. "Mhm, was ist." sagte Lauri und sah sie über die Schulter an.
"Wo gehen wir hin?" fragte sie ihn.
"Zu mir" antwortete er knapp.
Sie blieb stehen und schaute ihn ungläubig an. "Wie zu dir"
Er blieb auch stehen
"Wir sollten jetzt irgendwo hin wo du sicher bist. Sonst machst du noch irgendwelche Dummheiten." sagte Lauri und zog sie weiter mit sich, bis sie zu einem mehrstöckigen Haus kamen.
Er zog den Schlüssel aus der Hosentasche und ging mit ihr hinein, dann schloß er die Wohnungstür auf.

"Hinein in die gute Stube." sagte er grinsend und machte eine ausladende Bewegung mit dem Arm.
"Danke" sagte sie schüchtern und betrat die Wohnung.

"Fühl dich wie zu Hause. Ich geh mal eben telefonieren." sagte Lauri und ging in sein Arbeitszimmer.
Meeri sah sich in der Wohnung um. An der einen Wand standen jede Menge Regale, diese fielen sofort in ihr Blickfeld und sie ging darauf zu. Es standen dort jede Menge Bücher über Vampire, Okkultismus, über Zauberei und Waffen. Sie bestaunte seine Sammlung die jeder Bibliothek Ehre gemacht hätte.
"Die Jungs kommen gleich vorbei, sie wollen dich unbedingt kennen lernen. Ehrlich gesagt haben wir noch nie einen Menschen getroffen der einen Vampirangriff überlebt hat." sagte Lauri und holte sie damit aus ihren Gedanken.
Er starrte sie eine Weile an. "Wie alt bist du?" fragte er das Mädchen.
Sie sah sich weiterhin um und antwortete so nebenbei "21." Meeri ging die ganzen Bücher durch, las sich leise die Titel vor und schüttelte mit dem Kopf über die Überschriften.

"`Okkultismus des 20 Jahrhunderts´, ´Zauberei für Fortgeschrittene´ und ´Das einmaleins der Zauberkunst´." Bei dem letzten Titel lachte Meeri los, verstummte aber wieder als Lauri sie böse anguckte. Meeri nuschelte nur schnell ein Sorry und sah sich weiterhin um.

"Magst was trinken?" fragte der Sänger und stellte sich hinter die Küchentheke.
"Oh ja, ich bin halb am verdursten." antwortete das Mädchen ihm. Meeri hatte es sich schon mal auf dem Sofa bequem gemacht. Lauri stellte fünf Gläser und ein paar Flaschen Coke auf den Tisch, genau in diesem Moment klingelte es an seiner Haustür.

Lauri stand auf und ließ die anderen drei ein.
Eero kam als erster durch die Tür, gefolgt von Aki und Pauli.
"Dieses kleine Mädchen ist den zwei Meistern entkommen?" fragte Pauli entgeistert.
"Hey, ich bin kein kleines Mädchen" sagte Meeri und sah Pauli mit funkelnden Augen an.
"Jungs das ist Meeri, Meeri das ist Aki unser Waffenmeister und nebenbei noch der Schlagzeuger unserer Band, das ist Eero der Zauberer und Bassist, und das Dickerchen da, das ist Pauli, er ist der Gitarrist und ist unsere wandelnde Bibliothek. Wenn du was über Vampire wissen willst, dann frag nur Pauli." stellte Lauri die drei vor und alle gaben nacheinander Meeri die Hand.
"Außerdem ist Pauli meistens unser Lockvogel, die Vampire stehen auf ihn. Bei ihm ist so viel dran." fügte Aki lachend hinzu und handelte sich damit einen wütenden Blick von Pauli ein.
"Weißt du eigentlich was du für ein Glück hast noch am Leben zu sein? Es hat noch niemand einen Angriff von einem Meister überlebt. Und du bist gleich zweien entkommen." sagte Pauli und sah sie an als ob sie das achte Weltwunder wäre.
"Ich hab mich versteckt, das war nur Glück" sagte Meeri und schaute betreten zu Boden.
"OK, kommen wir zum wesentlichen, Meeri braucht unsere Hilfe." sagte Lauri und schaute in die Runde.
"Wofür?" meldete sich Eero jetzt zu Wort.
"Meeri´s Eltern sind bei dem Angriff ums Leben gekommen, das hab ich ja schon erklärt, und wir sollen ihr dabei helfen sie zu töten." erklärte der Sänger seinen drei Bandmitgliedern.
Da fiel Meeri etwas ein, "Sag mal wofür bist du eigentlich zuständig?" fragte sie an Lauri gewandt. Er drehte sich um und schaute sie erstaunt an.
"Fürs Kämpfen natürlich, was dachtest du denn?" beantwortete Aki die Frage, leicht beleidigt und mit einer Spur Stolz in der Stimme.

"Sagt mal kann ein Vampir nicht einfach hier in die Wohnung spazieren und euch hier killen?" fragte Meeri nach einer Weile neugierig.

Paulis Augen leuchteten auf "Ne, ein Vampir kann nicht so einfach in deine Wohnung spazieren außer er wird eingeladen, du mußt ihn hinein beten. Außerdem hat Eero einen Bannkreis gezogen, der verhindert das ein Vampir noch nicht mal hier in die Nähe kann. Das hat er mit allen Wohnungen von uns gemacht." begann Pauli wurde aber von Lauri unterbrochen
"Pauli, schön das du wieder in Opfer gefunden hast, aber können wir die Nachhilfestunde auf später verschieben, ich bin ziemlich müde" sagte er und unterstrich es mit einem Gähnen.
Die anderen drei Jungs nickten nur und verabschiedeten sich von Lauri und Meeri.
"Ich weiß zwar nicht wieso, aber diese zwei Meister wollten deine ganze Familie umbringen, und da sie dich nicht bekommen haben werden sie dich suchen." sagte der der Gitarrist besorgt zu Meeri, drehte sich um und ging zur Tür. "Ich werd schon noch rausbekommen warum die dich auch umbringen wollten. Oh Gott, das wird ne lange Nacht." nuschelte er und ging mit den anderen aus der Tür.

"Meeri?"
"Ja?"
"Wie lange ist es her das deine Eltern.... naja du weißt schon." fragte Lauri vorsichtig.
Meeri senkte den Blick.
"Drei Monate, zwei Wochen, vier Tage und fünf Stunden." sagte sie lächelte gequält dabei und blickte auf den Kalender der bei Lauri an der Wand hin.
"Du kannst wenn du willst bei mir im Bett schlafen, ich nehme dann das Sofa" sagte er und schob sie sanft in Richtung Schlafzimmer.
Sie sah das gemütliche Bett und sofort wurden ihre Glieder schwer, sie war so müde das sie sich kaum noch auf den Beinen halten konnte.
Also legte sie sich, nachdem sie Lauri mit einem schlechten Gewissen Gute Nacht gewünscht hatte, auf das große Doppelbett schloß die Augen und schlief sofort ein.

Lauri löschte das Licht im Flur. Er zog das Sofa im Wohnzimmer aus und machte den Fernseher an. Es lief nicht viel in der Glotze, also stand er auf und ging ans Fenster, machte sich ne Zigarette an und lauschte den Geräuschen unten auf der Straße.
Der Sänger hörte im Moment nichts Verdächtiges und so schloß er das Fenster wieder, nachdem er die Zigarette nach draußen geschnippt hatte.
Er ging dann Duschen weil er immer noch voller Dreck war und legte sich danach auf das Sofa, wo er nach einer Weile erschöpft einschlief..

"Calervo, sie ist die Auserwählte" sagte Calista und beäugte ihren Bruder spöttisch.
"Woher willst du das wissen, Calista, sie könnte auch irgendein Gör sein." sagte er und folgte ihr durch den Park.
"Hast du es nicht gespürt, sie hat diese Aura" schnurrte sie und sah sich nach dem nächsten Opfer um denn ihr Magen machte sich langsam bemerkbar.
"Kann sein" sagte er gelangweilt.
"Kiiri ist heute nicht von der Jagd nach Hause gekommen. Ich denke sie wurde von dem Quartett erwischt. Diese Vampirjäger, die sollte man bei lebendigem Leibe häuten." sagte Calervo und seine Augen verengten sich zu Schlitzen.
"Ja, und bei denen ist sie jetzt. Ich weiß es, ich bin mit ihr verbunden, sie wird sich nicht mehr lange wehren können. Denk nur an die Prophezeiung." sagte Calista und blieb im nächsten Moment stehen, sie hatte ihr nächstes Opfer gesehen.
Sie breitete ihre Arme aus, stieg geschmeidig in die Luft und flog auf ihr Opfer zu.
Dann packte sie den Mann am Genick und hob ihn mit in die Luft. Sie schlug ihre Zähne gierig in den Hals des Mannes trank ihn bis auf den letzten Tropfen Blut leer und ließ ihn dann fallen.
Sie ließ sich langsam nach unten gleiten und schaute sich ihr Opfer genauer an.
Kalte tote Augen starrten sie an.

Genau in diesem Moment erwachte Meeri mit einem Schrei und naß geschwitzt aus dem Schlaf. Sofort war Lauri hellwach.
Er stürmte aus dem Zimmer und riß die Schlafzimmertür auf.
Er sah ein Häuflein Elend zitternd auf dem Bett sitzen. Meeri hatte Tränen in den Augen. Lauri setzte sich zu ihr aufs Bett und sah sie an.
"Alptraum?" Sie konnte nur Nicken und unterdrückte einen Schluchzer.
Lauri nahm sie in die Arme. "Lauri, es war so real, ich war ein Vampir, hab einen Menschen getötet." schluchzte sie an seiner Schulter während er ihr beruhigend über den Rücken strich.
"Ich bleib, bis du wieder eingeschlafen bist." sagte der Sänger und drückte sie sanft zurück in die Kissen. Meeri tat ihm unglaublich leid. Sie lächelte ihn an und kuschelte sich in ihre Decken.
Lauri legte sich neben sie und legte tröstend einen Arm um ihre Mitte.
Nach einer Weile merkte er das sie wieder regelmäßig atmete und wollte gerade wieder aus dem Zimmer verschwinden, da drehte sich Meeri um und kuschelte sich an seine Seite.
Er seufzte ein mal tief, fügte sich in sein Schicksal und schlief dann nach wenigen Minuten ein.
Am nächsten Morgen wurden beide von einem schrillen Geräusch unsanft geweckt.
"Gott was ist denn hier los" grummelte Lauri in sein Kissen und bemerkte das es die Türklingel war.
Er schlurfte zur Tür und fand einen völlig aufgelösten Pauli vor sich.
"Lauri, sie ist die Auserwählte" sagte Pauli aufgeregt.
Lauri verstand nur Bahnhof. "Hä?"
"Sie ist die Auserwählte" wiederholte er.
"Sag mal wieviel Kaffee hast du intus?" fragte er ihn und schaute den Gitarrist mißtrauisch an. "Ich weiß nicht sechs Kannen, oder so. Hab die ganze Nacht Bücher gewälzt. Lauri sie wollen sie nicht töten wie ich erst gedacht hab, sie wollen sie auf ihre Seite ziehen. Sie ist die Auserwählte. Es gibt eine Prophezeiung von ihr." rasselte Pauli in einem herunter.
"Von wem" kam es von Meeri die jetzt im Türrahmen stand und beide verschlafen ansah.
Lauri fing an zu grinsen.
"Von dir Meeri." sagte Pauli immer noch ganz von der Rolle. Sie schaute ungläubig von einem zum anderen.
"Wie es gibt eine Prophezeiung von mir?" fragte Meeri.
Sie setzten sich ins Wohnzimmer nachdem Lauri ein bißchen klar Schiff gemacht hatte.
Pauli zog etliche Bücher heraus und knallte sie auf den Tisch.
"Hey, sei mal ein bißchen vorsichtiger" maulte Lauri und sah Pauli böse an.
"Sorry, die sind nun mal schwer." entschuldigte sich Pauli.
"OK, hier, das sind die Vampire die deine Eltern getötet haben. Die Meister Calista und Calervo Palander, Geschwister, Meister von etwa 45 Vampiren. Du mußt wissen, Meeri, die Meister sind sehr mächtige Vampire, haben um die zwanzig Vampire unter sich, die sie als so genannte Untertanen halten. Sie machen sozusagen die Drecksarbeit für sie. Die Meister haben besondere Fähigkeiten. Sie haben selbstheilende Fähigkeiten, können Fliegen, haben telepathische Kräfte und können sich in jeden Verwandeln den es gibt. Nur diese beiden sind besonders mächtig und wir sollten auf der Hut sein. Meeri, hat deine Mutter mal irgendwas von deinem Vater erzählt?" fragte Pauli und sah das Mädchen erwartungsvoll an.
"Pauli, mein Vater ist bei dem Vampirangriff getötet worden." sagte sie verständnislos.
"Nein Meeri, ich meinte deinen richtigen Vater." sagte Pauli und schlug ein anderes Buch auf.
Vor Staunen blieb ihr der Mund offen stehen.
Sie konnte nur noch in das Buch starren, und Lauri tat es ihr gleich.
Mit einem Aufschrei schmiß sie das Buch an die Wand und lief aus dem Wohnzimmer.

Lauri schaute immer noch ungläubig auf das Buch das sie an die Wand geworfen hatte.
"Das kann nicht war sein." sagte er mehr zu sich selbst.
Wie versteinert stand er auf und ging Meeri hinterher.
Er fand sie im Schlafzimmer tief in das Bett gekuschelt und hörte sie leise schluchzen.
"Meeri?" sagte Lauri leise bekam aber keine Antwort. Er wollte gerade anfangen was zu sagen, da drehte sie sich wie von der Tarantel gestochen um, setzte sich auf und schaute ihn mit blitzenden Augen an.
"Sag jetzt ja nicht es wird alles gut, denn das wird es nicht. Mein Vater ist ein verdammter Vampir. Das was meine Eltern getötet hat. Vielleicht war er es ja sogar selbst noch!" schrie sie ihn an und sank danach erschöpft wieder auf das Bett.
Lauri setzte sich neben sie, legte den Arm um ihre Schulter und zog sie an sich. Sie fing wieder an zu schluchzen und schüttelte immer wieder mit dem Kopf.
"Nein, das kann nicht stimmen, das geht einfach nicht. Pauli muß sich irren." gab sie immer wieder von sich und schaukelte apatisch vor und zurück.
"Hey jetzt beruhige dich, es wird...." aber weiter kam er nicht denn ein böser Blick von links gebot im Einhalt.
Er lächelte sie an und zog sie mit sich aus dem Schlafzimmer, Pauli hatte wieder die Nase in den Büchern. Er sah kurz auf.
"Na Kleine wieder beruhigt?" fragte er sie ein wenig belustigt.
Sie schenkte auch ihm einen giftigen Blick und setzte sich wieder auf das Sofa. "Erkärs mir." sagte das Mädchen erschöpft.
"Ja, da gibt es nicht viel zu erzählen. Dein Vater war ein Vampir, deine Mutter ein Mensch. So etwas gibt es nur einmal auf der Welt, dich. Es gibt eine Prophezeiung über dich die ich aber noch nicht ganz entschlüsseln konnte, und das ich sie gefunden hab ist auch nur Zufall gewesen."
Er wandte sich an Lauri "Wir sollten Eero anrufen das er den Bannkreis verstärken soll."
Lauri nickte nur. Er war wohl immer noch geschockt. Dann stand er auf, zog sein Handy und rief Eero an.

Dieser klingelte nach wenigen Minuten bei Lauri.
Er kam die Treppen herauf gerannt und schaute sich um.
"Was ist passiert. Warum holt ihr mich aus dieser Uhrzeit aus dem Bett?" fragte er und blickte sie alle einzeln strafend an.
Pauli erklärte kurz die Situation und versteckte sich danach wieder hinter seinen Büchern. Eero sah Lauri ungläubig an. "Wißt ihr welcher Vampir ihr Vater war?" Lauri schüttelte nur den Kopf.
"Nein das wissen wir nicht, noch nicht, aber ich weiß es steht hier irgendwo, ich bin auch gleich mit der Prophezeiung fertig, dann sehen wir weiter." meldete sich jetzt Pauli wieder zu Wort. Meeri nickte nur, sie hatte im Grunde gar keine Lust diese blöde Prophezeiung zu hören. Sie wollte sich einfach nur wieder ins Bett verkriechen und so lange schlafen bis alles vorbei ist.
"So, ich bin fertig." sagte Pauli und stand auf. Die anderen drei scharrten sich um ihn und er las seine Übersetzung vor.


"Wenn die Sonne sich verdunkelt und der Tag zur Nacht wird, werden die Untoten eine neue Königen erheben. Nur das Halblut kann das Tor zum reinsten Wesen öffnen." las Pauli jetzt laut vor und alle lauschten seinen Worten.

"Deshalb brauchen wir auch einen stärkeren Bannkreis Eero, du weißt was diese Vampire drauf haben, mit denen ist nicht zu Spaßen. Wenn die mitkriegen das ihr Schlüssel, was immer das auch zu bedeuten hat, hier ist kommen wir hier nicht mehr lebend raus." sagte Lauri und sah Meeri besorgt an. Sie saß immer noch auf dem Sofa und hatte den Kopf in die Hände gestützt.
"Was haben die denn so drauf?" fragte Meeri.
Lauri schaute betreten zu Boden, Pauli räusperte sich und sah vorsichtig Eero an.
"Sie haben meine Frau getötet. Sie haben sich verwandelt, und zwar in mich, und haben sie brutal umgebracht." antwortete er grimmig.
"Oh" bekam Meeri nur raus.
Es herrschte peinliche Stille die erst von der Türklingel unterbrochen wurde. Lauri öffnete die Tür und nach wenigen Minuten stand Aki im Rahmen.
"Moi, was gibt’s neues." sagte er fröhlich. Pauli überreichte ihm das Blatt, wo die Prophezeiung drauf stand und seine Augen nahmen die Größe von Tellern an.
"Ich faß es nicht, und sie ist dieser Schlüssel? Was hat das zu bedeuten Pauli?" fragte er ein bißchen ängstlich.
"Aki, wenn ich das wüßte hätte ich nicht überall in der Wohnung hier meine Bücher verteilt." sagte er ein wenig genervt und fuhr sich mit der Hand durch die Haare.
Lauri ging zu Meeri rüber. "Alles ok Meeri?"
Sie verzog ihren Mund zu einem Lächeln das aber mißlang und sagte mit schriller Stimme
"Ja, klar."
er lächelte ihr aufmunternd zu und setzte sich neben ihr. "Bei mir bist du in Sicherheit. Mach dir keine Sorgen." er sah sie eindringlich an. "Die werden dich nicht kriegen." schloß er mit einem grimmigen Gesichtsausdruck.
"Wir sollten uns ein Paßwort oder so einfallen lassen, wenn jemand von uns in der Tür steht damit wir wissen das wir es sind und nicht plötzlich eine Kopie von uns mit Eckzähnen." sagte Eero. Alle nickten zustimmend und sie einigten sich auf den Titel des dritten Liedes von Hide from the Sun. Eero hatte seine Kräuter und ein Buch mitgebracht und verstärkte den Bannkreis mit Hilfe von Aki.

"Sagt mal, wenn Meeri ein Halbblut ist wieso kann sie dann tagsüber durch die Gegend laufen." fragte Aki verwirrt.
Klatsch.
"Natürlich, das ist es." sagte Pauli und hatte sich auf die Stirn gehauen.
"Lauri ruf Hanna an, sofort, sie soll hierher kommen und sie soll den Koffer mitbringen." rief Pauli aufgeregt.
"Nu mach schon" kommandierte er rum, als Lauri noch nicht mal die Anstalten machte sich zu bewegen.
Lauri griff verwundert zum Hörer und wählte die Nummer seiner Schwester.
"Hanna, wir brauchen deine Hilfe. Kannst du bitte sofort zu mir kommen?" sagte er.
"Ja, genau, und bring deinen Koffer mit, ok, danke." beendete er das Gespräch und legte auf.
"Was hast du vor Pauli?" fragte Lauri den Gitarrist.
"Ich hab da so eine Ahnung." sagte Pauli und wuselte durch die Wohnung.
Aki und Eero rannten immer noch mit den Kräutern in der Hand durch die Gegend und murmelten irgendwelche Beschwörungen und Formeln. Gerade als sie fertig waren klingelte es wieder an der Tür.
Lauri öffnete seiner Schwester und ließ sie rein.
"Moi alle zusammen. Was geht denn hier vor." sagte sie und verzog die Nase weil ihr der Gestank von den Kräutern in diese stieg.
Ohhhh, Damenbesuch." sagte Hanna grinsend.
"Dafür ist jetzt keine Zeit Hanna, du mußt ihr Blut abnehmen und es untersuchen." sagte Pauli eilig.
Sofort war Meeri hellwach.
"Wie mir Blut abnehmen, spinnt ihr, ich bin doch keine....ne, kommt gar nicht in Frage. Das könnt ihr mit mir nicht machen." sagte Meeri und war aufgesprungen.
Die anderen kamen ihr bedrohlich nahe.
"Leute macht keine Dummheiten, ich werd das schon hinkriegen." flüsterte Hanna leise und hielt die Jungs davon ab sich auf Meeri zu stürzen.
"Meeri, hallo, ich bin Hanna, Lauris Schwerster, und Ärztin, ich stehe ihnen in, naja, besonderen Fällen zur Seite wenn du verstehst." sagte Hanna freundlich zu ihr.
"Und ich bin so ein besonderer Fall oder wie?" fing Meeri wieder an zu meckern und hob ein bißchen ihre Stimme.
"Ich möchte nur ein bißchen Blut abnehmen, ich versprech dir es wird auch gar nicht weh tun." sagte Hanna beschwichtigend.
Meeri fügte sich, setzte sich hin und Hanna bereitete alles vor.
Sie nahm ihren Stauschlauch und legte ihn Meeri um.
Dann nahm sie eine Kanüle, steckte sie auf eine Spitze und desinfizierte Meeri´s Arm.
Bei dem Einstich zuckte Meeri kurz zusammen.
Lauri hielt ihre Hand und verdrehte die Augen vor Schmerz weil sie fest zudrückte.
Hanna hatte jetzt die ausreichende Menge Blut abgezapft zog die Kanüle wieder raus und drückte einen Tupfer fest auf die Einstichstelle.
Dann ging sie zu ihrem Mikroskop das die vorhin aufgebaut hatte machte einen Tropfen von Meeri´s Blut auf einen Objektträger und legte diesen drunter. Sie schaute hindurch und ein kleiner Aufschrei entglitt ihr.
"Pauli komm her, das mußt du dir angucken, so was hab ich noch nie gesehen." sagte sie und sah auf. Hanna machte Platz für Pauli und er schaute hindurch.
"Großer Gott, ich habs ja gewußt." stöhnte er.

"Hey könnt ihr uns mal aufklären?" meckerte Aki, fügte noch ein "Tss, Wissenschaftler" hinzu und schaute zwischen Hanna und Pauli hin und her.
"Meeri hat die Merkmale eines Vampirs in ihrem Blut, aber die weißen Blutkörperchen sind bei ihr dreifach höher als bei uns. Wir wären krank, das heißt bei uns Leukozytose, aber bei ihr verhindert das die typischen Zeichen eines Vampirismuss." erklärte Hanna.
Die anderen außer Pauli sahen sie nur mit einem Fragezeichen über dem Kopf an.
Hanna verdrehte die Augen.
"Sie kann am Tag durch die Gegend laufen und braucht sich nicht von Blut ernähren." erklärte sie weiter.
Jetzt war es allen klar.
"Sie ist der Schlüssel, sie wollen sie und ihr Blut damit sie auch am Tag überleben können." murmelte Lauri vor sich hin.
"Können wir jetzt abhauen, der Bandkreis steht und ich würd mich gerne nochmal aufs Ohr hauen, bevor wir endlich mal wieder zur Bandprobe gehen können." sagte Aki und um das ganze noch zu unterstreichen gähnte er erstmal herzhaft.
Sie verabredeten sich für den Abend im Nosturi und verabschiedeten sich dann.
Meeri ging zum Kühlschrank um sich was zu trinken zu nehmen.
Da hörte sie ein lautes Klopfen an der Tür. Das Mädchen ging hin und öffnete sie, Eero stand davor.
"Hi, hast du was vergessen?" fragte Meeri arglos.
"Ähm...ja" kam es von ihm flüsternd.
`Sie haben sich in mich verwandelt und meine Familie umgebracht.` ging es Meeri durch den Kopf.
"Lauriiiiiii!" schrie Meeri und taumelte einen Schritt zurück.
Lauri stürzte aus dem Zimmer und sah das Eero vor der Tür auf Einlaß wartete.
"Was ist denn los, das ist doch nur...." begann der Sänger aber im nächsten Moment erinnerte er sich an das was sie miteinander ausgemacht hatten.
"Sag mir das Paßwort" knurrte Lauri. Als nichts von Eero kam schlug er ihm die Tür vor der Nase zu. Der falsche Eero hämmerte gegen die Tür und wollte sie eintreten, aber der richtige hatte wohl ganze Arbeit geleistet und der Bannkreis zeigte seine Wirkung.
"Komm da weg." sagte Lauri packte sie am Arm und zog sie mit sich zum Schlafzimmer.
Sie hörten noch eine Stimme die schrie "Wir kriegen sie schon noch irgendwann!" dann war alles ruhig.
"Ich glaube er ist weg, du kannst mich jetzt los lassen." sagte Meeri unter Tränen.
Er schaute auf ihren Arm der schon Abdrücke von Lauris Hand zeigte. Lauri ließ sie erschrocken los und murmelte eine Entschuldigung in seinen Drei-Tage-Bart.
"Du bleibst hier und machst keinem die Tür auf." sagte er dann knapp und ging auf den Balkon.
Lauri wollte eben den Bandkollegen Bescheid sagen was gerade passiert ist und die Probe für heute abend absagen.
Er kam wieder ins Zimmer gestiefelt und sah wie Meeri auf dem Bett lag und schlief. Lauri seufzte leicht und ging zurück ins Wohnzimmer, legte sich hin und schlief nach wenigen Minuten auch ein.

Als Meeri aufwachte war es draussen immer noch dunkel.
Sie beschloß in die Küche zu gehen und was zu essen für sich und Lauri zu machen.
Die Kleine ging an der Couch vorbei und sah das Lauri eingeschlafen war.
Sie ging zu ihm nahm eine Decke und wollte die über ihn legen als er plötzlich aufschreckte, ihre Hände packte und sie auf den Rücken warf, er ging ihr mit seiner Hand an die Kehle und drückte zu, so dass Meeri kaum noch Luft bekam.
Das Mädchen wimmerte leise und dem Sänger wurde gerade bewußt was er da machte.
"Schleich dich nie wieder an mich ran" knurrte er und zog sie auf die Beine.
Meeri stand immer noch vor ihm und schaute ihn mit ihren grauen Augen geschockt an.
"Du hättest mich fast umgebracht." schluchzte sie dann.
"Ja, tut mir leid" sagte Lauri und ging ohne ein weiteres Wort ins Bad.

Als Lauri das Bad betrat ging er direkt zum Waschbecken, klatschte sich erstmal kaltes Wasser ins Gesicht und atmete tief durch. Er stützte sich mit den Händen am Waschbecken auf und fuhr sich verwirrt durch die schwarzen Haare.
`Warum bin ich den auf einmal so kalt zu ihr, ich mag sie doch, aber gerade das ist das Problem, ich will nicht, dass ihr das gleiche passiert wie Kaari nur weil sie wissen, dass sie mir was bedeutet.` dachte er.
Lauri sah die Bilder noch vor sich als wenn es gestern gewesen wäre.

Er ging mit seiner damaligen Freundin durch den Park und plötzlich griff jemand von oben nach Kaari und zog sie mit sich in die Luft. Er versuchte noch sie festzuhalten, aber der Vampir war zu stark, er saugte sie bis auf das letzte Tropfen Blut leer und lies sie dann, wie ein Sack Kartoffeln auf den Boden fallen. Der Sänger hörte wie ihre Knochen, mit einem Brechreiz erregenden Geräusch brachen, als sie auf den Boden aufschlug.
Nein, sie können sie nicht töten, sie brauchen sie, dachte er jetzt und faßte einen Entschluß.
Lauri ging aus dem Bad und wollte sich für sein Verhalten entschuldigen und es ihr erklären, aber er fand das Mädchen nicht.
Schließlich suchte er die ganze Wohnung ab. Letztlich geriet der Sänger so in Panik, dass er ihren Namen schrie, aber er erhielt keine Antwort.

Meeri beschloß nicht mehr länger bei Lauri zu bleiben, aus irgendeinem Grund konnte der Sänger sie nicht leiden, und sie selbst wußte nicht wie sie damit umgehen sollte, also lief das Mädchen davon.
Sie schlug gerade die Richtung zum Park ein, als sie plötzlich eine leise Stimme in ihrem Kopf hörte.
"Meeri, komm zu mir. Komm zu deiner Familie." flüsterte diese männliche Stimme.
Kurz erstarrte das Mädchen, doch einen Augenblick später ging sie wie in Trance durch das Tor zum Park und folgte der Stimme.

Lauri schnappte sich schnell ein Telefon, wählte Akis Nummer, aktivierte so die Notfallkette und schon nach wenigen Minuten war er aus der Tür, auf dem Weg zum Treffpunkt.
Lauri schrie wie ein wilder nach Meeri, aber es kam keine Antwort von ihr.
Er rannte, als ob sein Leben davon abhing.
Lauri raste um die Ecke und war am Eingang des Parks angekommen.
Er betrat ihn und folgte einem schmalen Weg.
Aki, Eero und Pauli schlossen gerade wortlos zu ihm auf und die vier machten sich gemeinsam auf die Suche nach Meeri.
Der Sänger lauschte jedem verdächtigen Geräusch, seine Nerven waren zum zerreißen gespannt. Die vier beschlossen sich zu trennen und teilten die Waffen auf.
Lauri nahm sich wie immer sein Kurzschwert und drei Pflöcke aus der Tasche, dann machte er sich mit Eero auf die Suche.
"Wir müssen sie finden." flüsterte Lauri.
Eero nickte nur grimmig, er macht sich auch Sorgen um die Kleine.
Dann vernahm er leise Stimmen aus einer Richtung, schlug Eero mit seinem Arm hart auf die Brust und holte ihn so aus seinen Gedanken.
Der Vogel zeigte in die Richtung aus der er die Stimmen vernahm.
Dann sah er sie. Eero und Lauri rannten auf sie zu.
Lauri erreichte Meeri als erster und packte sie am Arm.
Sie drehte sich mit einem verträumten Blick zu ihm um und schließlich erwachte das Mädchen aus ihrer Trance.
Lauri riß sie in seine Arme.
"Lauri, ich hab eine Stimme gehört, sie sind hier, sie wollen mich holen." flüsterte sie ängstlich an seiner Schulter.
Der Sänger hielt sie in seinen Armen und strich ihr beruhigend über den Rücken.
"Es ist alles gut, du bist jetzt in Sicherheit, ich werd nicht zu lassen das sie dich kriegen." sagte er leise.
"Das glaub ich nicht!" hörte Eero jemanden flüstern und drehte sich blitzschnell um.

Dort, lässig an einer Laterne gelehnt stand Calervo und schaute sich das Schauspiel aus der Ferne an.

"Du" knurrte Lauri und zog Meeri hinter sich.
"Ja ich" sagte Calervo herablassend. "Gib mir das Mädchen, dann laß ich dich und deine Musikergang leben." sagte Calervo drohend.
"Ein Dreck werd ich machen, du bekommst sie nicht. Sie nicht." sagte Lauri dabei betonte er die letzten zwei Wörter und wurde auf einmal ganz ruhig. Er zog sein Kurzschwert, und ging auf Calervo zu. Eero stellte sich vor Meeri die Lauri davon abhalten wollte. "Lauri nicht, bitte." flehte sie, aber er hörte sie nicht mehr.
Calervo tat es Lauri gleich, er zog das Schwert das er um die Hüften trug.
Als Lauri dann vor ihm stand deutete der Vampir spöttisch eine Verbeugung an.
"Bist du sicher das du sterben willst, Ylönen?" fragte Calervo seinen Gegner.
Lauri schnaufte nur.
"Heute wird nur einer sterben und das bist du. Ach das geht ja gar nicht, du bist ja schon tot." antwortete ihm Lauri und kräuselte seine Lippen zu einem hasserfüllten Lächeln.
Calervo startete den ersten Angriff er schlug mit seinem Schwert zu und Lauri wehrte den Angriff geschickt ab, er drehte sich und erwischte Calervo am Arm.
Der Vampir keuchte einmal auf "Ich muß besser aufpassen, er ist stärker als ich dachte." murmelte er.
Sie kreuzten weiter die Klingen und als Lauri einmal nicht auf das Schwert seines Gegners achtete versenkte dieser es in seiner Brust.
Lauri knickte mit dem Beinen ein und zog scharf die Luft ein.
Es ist noch nicht vorbei, Kaari. Ich werde dich rächen, dachte er, stand auf und lächelte über das verblüffte Gesicht des Vampirs, er schlug wie wild auf den Vampir ein machte einen Hieb auf den Brustkorb danach gelang ihm eine elegante Drehung und schlug ihm damit den Kopf vom Körper ab.
Der Körper von Calervo löste sich in Staub auf und der Kopf rollte weiter bis auch er mit einem leisen Puff verschwand.
Lauri sank mit schmerzverzerrtem Gesicht auf die Knie.
Meeri war sofort bei ihm und stützte ihn. Eero lief hinterher und zog den Vogel wieder auf die Beine.
"Eero ich habs geschafft, ich hab sie gerächt." kam es von dem Verletzten leise.
"Ich weiß Lintu ich weiß." sagte Eero sanft.
Danach sank Lauri ohnmächtig in den Armen der beiden zusammen.

Ein paar Kilometer weiter weg schrie Calervos Schwester sich den Schmerz von der Seele.

Calista sank auf die Knie und weinte bitterliche Tränen. Sofort war eine ihrer Untertanen an Calistas Seite.
"Herrin, was habt ihr?" fragte der Vampir mit bangem Blick.
"Calervo ist tot." schluchzte die Meisterin und stand auf.
"Nein, Herrin du mußt dich irren." klagte der Untertan
"Schweig, du wagst es mir zu widersprechen?" fauchte Calista, packte die Vampirfrau an der Kehle und hob sie in die Höhe so das ihre Beine in der Luft hingen.
Der Vampir konnte nur noch mit dem Kopf schütteln und wurde dann von Calista fallen gelassen.
"Nein Herrin, das würde ich niemals, wir wissen alle was ihr für ein mächtiger Vampir seid, und wie besonders die Verbindung zwischen euch und eurem Bruder ist." sagte die gepeinigte, saß am Boden und rieb sich ihre Kehle.
"Ja, sie WAR etwas besonderes, mein Bruder ist tot, er gab sein Leben für die Auserwählte." sagte sie feierlich und schaute in die Runde.
Ihre ganzen Untertanen hatten sich jetzt um sie gescharrt und lauschten ihren Worten.
"Hört meine Kinder, eines Tages werden wir uns an dieser Gang rächen, eines Tages bekommen diese Gören was sie verdienen." sagte sie schließlich und verließ die Gruft um ihren Blutdurst zu stillen.

Meeri und Eero schleppten den verwundeten Lauri mit Hilfe von Pauli und Aki in seine Wohnung und legten ihn auf das Bett in seinem Zimmer.
Aki hatte Hanna angerufen, sie wollte sofort kommen.
Aki machte schnell die Tür auf als es klingelte und lies Hanna ein.
"Wo ist er" keuchte sie besorgt.
Aki zeigte schnell auf die Schlafzimmertür.
Als Hanna eintrat saß Meeri tränenverschmiert an seinem Bett.
"Gott, Lauri was machst du nur für Sachen." sagte seine Schwester traurig und stürzte auf das Bett zu.
Sie packte den Arztkoffer aus und fing an Lauri zu behandeln.
Meeri ging ihr zur Hand wobei ihr hin und wieder ein Schniefen entwich.
"Meeri, ist schon gut, er wird wieder, die Wunde ist Gott sei Dank nicht so tief." sagte Hanna beruhigend zu ihr.
Meeri konnte nur nicken.
"Hanna es war meine Schuld, wenn ich nicht weggelaufen wäre dann würde er hier nicht so liegen." jammerte Meeri.
"Nein, es ist nicht deine Schuld, es wäre früher oder später sowieso passiert, er wollte sich schon lange für etwas rächen." erklärte Hanna ihr.
Als Hanna mit dem Verbinden von ihrem Bruder fertig war ging sie aus dem Schlafzimmer unterhielt sich noch kurz mit Aki und ließ ihm Anweisungen da was das weitere Verbinden betraf. "Ich muß wieder zu meiner Schicht, die reißen mir im Krankenhaus sonst den Kopf ab.
Ach, Aki, versuch bitte hinzukriegen das Meeri nicht die ganze Zeit an seinem Bett sitzt, die kleine braucht auch ihren Schlaf." sagte Hanna mütterlich und machte sich auf den Weg zurück ins Krankenhaus.

Als Hanna aus dem Zimmer trat konnte Meeri ihren Tränen nicht länger Einhalt gebieten.
Sie sank auf Lauris Brust und lies den Tränen freien Lauf, so das sein Hemd bald klatschnaß war.
"Es tut mir so leid, Lauri, ich hätte nicht weg laufen sollen. Es war alles meine Schuld." schluchzte sie verzweifelt.
Dann merkte sie wie sich eine Hand auf ihren Scheitel legte, sie hob erschrocken den Kopf und schaute direkt in Lauris grüne Augen die sie zärtlich anblickten.
"Nein das war es nicht." sagte der Sänger erschöpft und fixierte sie weiter.
"Oh Gott sei dank, du bist wach." keuchte sie und lächelte ihn an.
Lauri legte einen Finger auf ihre Lippen.
"Schht, oder willst du das gleich die ganze Sippe hier versammelt ist. Ich würde gerne noch ein wenig alleine sein mit dir." sagte er und schmunzelte.
Meeri errötete leicht.
"Du wirst ja rot." sagte Lauri und blinzelte ihr zu.
Meeri gab ihm einen Klapps auf die Brust und wurde im gleichen Moment kreideweiß
"Oh Gott, entschuldige das wollte ich nicht." stammelte sie und besah sich seine Wunde.
Dann keuchte sie auf, da wo eigentlich die Wunde sein sollte war nichts mehr.
Keine Einstichstelle wo sich das Schwert von Calervo durch seine Haut gebohrt hatte.
Sie wickelte den Verband ab und streichelte über seine Brust.
"Mhmm, mach ruhig weiter, das fühlt sich gut an." sagte er anzüglich und nahm Meeris Hand als sie sie zurückziehen wollte.
"Wie ist das möglich?" sagte sie mehr zu sich selbst.
"Ich weiß nicht, aber das spielt doch keine Rolle, ich bin wieder gesund, und das ist was zählt, oder?" sagte er und setzte sich auf.

Meeri schüttelte den Kopf "Lauri da war gerade noch ein Riesenloch in deiner Brust, und auf einmal ist es weg? Das ist mir nicht egal!" fuhr sie ihn an.
Sie überlegte kurz dann beschloß sie jemanden zu holen und der einzige der jetzt helfen konnte war Pauli.
"Pau...." versuchte sie zu rufen, hatte aber keine Chance weil Lauri ihr mit der Hand den Mund zu hielt.
"Wir bekommen das auch ohne ihn raus" flüsterte er leise an ihrem Ohr.
Meeri wurde von einer Gänsehaut überzogen als sie die rauhe Stimme Lauris an ihrem Ohr hörte, sie befreite sich aus seiner Umarmung und wendete sich ihm zu.
"Hast du eine Ahnung" fragte Meeri leise und mit trockenem Mund weil Lauris Gesicht dem ihren sehr nahe war.
"Ja, hab ich." sagte er, stand auf und holte ein Messer legte es in seine Hand, umschloß es und zog es mit einem Ruck durch.
Meeri konnte ihn nur anstarren "Was machst du da, bist du verrückt geworden? Du kannst doch nicht...." begann sie aber verstummte, er strich mit dem Daumen sanft über ihr immer noch tränen nasses Gesicht, wobei er ihr tief in die Augen blickte, dann strich er mit dem Daumen die Tränen in seine Hand und beobachtete wie der Schnitt langsam zu heilte.
"Siehst du, schon wieder ok." sagte er lächelnd stand auf und zog sie mit sich aus dem Zimmer.

Aki, Eero und Pauli standen in der Küche und machten sich gerade etwas zu essen als sie hinter sich Schritte hörten.
Verwundert drehten sie sich alle um.
"Was machst du hier" sagten alle drei wie aus einem Mund.
"Bist du verrückt geworden." sagte Eero.
"WAS WILLST DU HIER" brüllte Aki und Pauli nuschelte nur irgendwas in seinen nicht vorhandenen Bart und kaute weiter an seinen Nudeln rum.
"Leute wir haben hier einen kleinen Phönix unter uns." erklärte Lauri in die Runde.
Die anderen schauten ihn nur verwundert an.
"Meeri hat mich geheilt" sagte er knapp und besah sich gierig die Nudeln auf Paulis Teller, dieser hatte seinen Blick gemerkt und zog seinen Teller besitzergreifend an sich.
Jetzt endlich realisierte auch Pauli die Worte die Lauri gerade gesagt hatte.
"Wie einen Phönix, wie Meeri hat dich geheilt." fragte er an Lauri gewandt.
"Naja, sie hat Rotz und Wasser wegen mir geheult, dann hat sie sich auf meine Brust geworfen und weiter geheult, dann war mein T-Shirt so durchnäßt, das von den Tränen was auf die Wunde kam, so hat sie mich geheilt." erklärte er breit grinsend und beobachtete wie Meeri immer mehr die Farbe einer Tomate annahm.
"Lauri, bitte...kannst du das nicht noch dramatischer erzählen?" sagte sie voller Verlegenheit und starrte aus dem Fenster.
"Ihre Tränen haben dich geheilt?" fragte Aki und grinste jetzt noch breiter als Lauri "Das ist ja wie im Kino, bist du sicher das es ihre Tränen waren." fragte Aki jetzt und kam damit Pauli zuvor, der das gleiche fragen wollte.
"Ja, ich hab mich hinterher mit einem Messer geschnitten, dann hab ich eine Träne von ihrer Wange gestrichen und sie auf meiner Hand verteilt, da hatte ich dann Gewißheit. Sie ist zugeheilt, seht ihr." erklärte Lauri ihnen und hielt seine Hand hin damit sie sich selbst davon überzeugen konnten.
Meeri fühlte sich nicht mehr so wohl in ihrer Haut und wollte nur noch von hier weg.
Sie murmelte eine Entschuldigung das sie müde wäre und verdrückte sich in ihr (Lauris) Schlafzimmer.
Das Mädchen war nicht wirklich müde, aber es war heute alles zu viel für sie.
Sie legte sich auf das große Ehebett und kuschelte sich in die Decke.
Sie hörte wie sich die Tür öffnete und sah einen langen Streifen Licht auf dem Boden.

Als nächstes schloß derjenige die Tür wieder und setzte sich auf das Bett.

Meeri merkte wie die Matratze unter ihr nach gab und glaubte in Lauris Augen zu sehen wenn sie sich umdrehte, um so erstaunter war sie als sie in Paulis grüne Augen guckte.
"Was machst du hier?" fragte sie erstaunt und zog die Bettdecke bis zur Nasenspitze hoch.
"Ich muß mit dir reden." sagte der Gitarrist.
Meeri setzte sich auf und schaute Pauli neugierig an.
"Meeri, ich weiß jetzt wer dein richtiger Vater ist, ich weiß aber nicht ob du schon bereit bist das zu erfahren." sagte Pauli leise und seufzte einmal tief.
"Pauli glaub mir ich bin bereit dafür, ich bin doch kein kleines Kind mehr." sagte Meeri schärfer als beabsichtigt.
"Bist du sicher?" fragte er nochmal vorsichtig nach, aber als Meeri nur nickte seufzte er nochmal, holte tief Luft und begann zu erzählen.
"Dein Vater ist als Vampir geboren worden.
Das sind sehr mächtige Vampire und stehen an oberster Stelle der Hierarchie.
Er war ein grausamer und besonders blutrünstiger Vampir gewesen, aber auf wundersamer Weise hat er sich dann vor 25 Jahren in ein menschliches Wesen, deine Mutter, verliebt.
Aus dieser Verbindung bist du entstanden.
Dein Vater wollte das alles Geheimhalten aber es drang doch etwas nach außen und so wurde dein Vater erst verbannt und dann von seinen eigenen Leuten umgebracht weil er eine Regel gebrochen hatte.
Man darf sich nie mit Menschen einlassen.
Deshalb wurde deine Mutter auch gejagt, aber sie schaffte es unterzutauchen und sich 20 Jahre zu verstecken.
Dann wurden deine Halbgeschwister Calista und Calervo auf dich aufmerksam und erfuhren von der Prophezeiung."

Meeri starrte Pauli immer noch mit offenem Mund an. "Die beiden Mörder meiner Mutter sind meine Halbgeschwister? Wie hieß mein Vater?" fragte das Mädchen mit zittriger Stimme.
"Er hieß Mike Palander" sagte Pauli und zeigte ihr ein Buch mit einem Bild.
"Ist er das?" fragte sie und schaute wie gebannt auf das Bild das einen sehr stattlichen Mann zeigte mit grimmigen Gesichtszügen.
"Ja, das ist er. Ich habe es gestern abend gefunden." sagte Pauli und blätterte um.
"Pauli du mußt dich irren, das kann nicht wahr sein. Die beiden können nicht meine Geschwister sein." sagte Meeri und ihre Stimme versagte auf einmal.
"Meeri, ich hab alle Möglichkeiten überprüft und ich bin mir sicher das sie deine Geschwister sind." sagte Pauli mitfühlend.
"Ich weiß jetzt auch warum sie dein Blut wollen, weil du blutsverwandt mit ihnen bist. Calista will auch bei Sonnenlicht überleben können. Deswegen haben sie es auf dich abgesehen, du sollst die Seiten wechseln." sagte Pauli erschöpft und fuhr sich mit den Händen durch die Haare.
Der Gitarrist legte eine Hand auf Meeris Arm und fing ihren Blick auf.
"Pauli wenn du nichts dagegen hast würde ich mich ein bißchen hinlegen, ich bin müde" sagte sie mit unnatürlich hoher Stimme.
Pauli nickte nur wünschte ihr leise eine Gute Nacht und ging aus dem Zimmer.

"Lauri sieh mal nach Meeri, ich glaub sie ist ein wenig verwirrt." sagte der Gitarrist.
"Was hast du gemacht?" fragte Lauri und schaute seinen Bandkollegen finster an.
"Ihr gesagt das du ihren Bruder umgebracht hast" sagte er und blickte den Sänger an.
"Ich hab was?" fragte Lauri entgeistert.
Dann begann Pauli alles zu erzählen was er Meeri erzählt hatte und schloß mit einem Seufzer.
Lauri sah ihn an, sprang dann wie ein Berserker auf und rannte zu seinem Schlafzimmer, wo Meeri auf dem Bett lag und leise in die Kissen weinte.
Er schlich zu ihr setzte sich auf das Bett und sprach sie leise an.
Aber als er keine Antwort bekam setzte er sich einfach hin nahm ihren Arm und drehte sie zu sich um. Er schloß sie in seine Arme und streichelte über ihre Haare.
"Meeri, es tut mir so leid. Aber ich würde es wieder tun, ich will dich doch nur beschützen." sagte Lauri leise.
"Was meinst du?" fragte sie und sah von seiner Schulter auf.
"Na das ich deinen Halbbruder umgebracht habe." sagte Lauri und wirkte aufrichtig erschüttert.
"Lauri ist das dein Ernst? Der Kerl hätte dich umgebracht, ich will nicht das du stirbst, dazu bist du mir zu wichtig geworden." kam es von Meeri und sie hielt sich im gleichen Moment die Hand vor dem Mund.
"Oh Gott, hab ich das jetzt wirklich laut gesagt?" stöhnte sie und wollte sich aus Lauris Griff befreien.
Er lächelte nur "Ich bin dir wichtig?" sagte er grinsend und hielt sie weiterhin eisern fest.
"Ja, verdammt das bist du und jetzt laß mich los." sagte Meeri wütend
"Wie wichtig bin ich für dich?" fragte Lauri nahm das Gesicht zwischen seine Hände und schaute tief in ihre grauen Augen.
"Lauri bitte, laß mich los. Ich bin müde und möchte schlafen." flüsterte sie aber beide wußten das es gelogen war.
"Antworte mir." drängte Lauri. "Wie wichtig?"
"Ich hab Todesängste ausgestanden als du gegen Calervo gekämpft hast, reicht das als Antwort?" antwortete sie ihm leise.
"Ja, ich denke schon." sagte Lauri ebenfalls leise und zog sie an sich.
"Lauri?"
"Mhm" nuschelte er an ihrem Haar.
"Wann erzählst du mir was über Kaari?" fragte Meeri und überrumpelte ihn damit total.
"Später mal, schlaf jetzt." antwortete er knapp und drückte sie sanft zurück in die Kissen.
Sie wehrte sich nicht und kuschelte sich hinein.

Aber Meeri konnte einfach einschlafen, lange nach dem sie Lauris regelmäßige Atemzüge hörte lag sie noch wach und dachte über sich und ihre "Familie" nach.
Calista war die einzige Verwandte die sie hatte, wenn man das als Verwandte bezeichnen konnte und sie hatte ihre Mutter umgebracht, der einzige Mensch der ihr je was bedeutet hatte.
Sie drehte sich vorsichtig um und kuschelte sich in Lauris Arme.
"Nein, jetzt nicht mehr der einzige Mensch, du bist mir wichtiger geworden als ich vorhin zugeben wollte." flüsterte Meeri und strich sanft mit dem Zeigefinger Lauris Lippen nach.
Dann bemerkte sie das er nicht mehr schlief, nein er sah sie mit seinen grünen Augen zärtlich an und fing an zu lächeln.

"Lauri sieh mal nach Meeri, ich glaub sie ist ein wenig verwirrt." sagte der Gitarrist.
"Was hast du gemacht?" fragte Lauri und schaute seinen Bandkollegen finster an.
"Ihr gesagt das du ihren Bruder umgebracht hast" sagte er und blickte den Sänger an.
"Ich hab was?" fragte Lauri entgeistert.
Dann begann Pauli alles zu erzählen was er Meeri erzählt hatte und schloß mit einem Seufzer.
Lauri sah ihn an, sprang dann wie ein Berserker auf und rannte zu seinem Schlafzimmer, wo Meeri auf dem Bett lag und leise in die Kissen weinte.
Er schlich zu ihr setzte sich auf das Bett und sprach sie leise an.
Aber als er keine Antwort bekam setzte er sich einfach hin nahm ihren Arm und drehte sie zu sich um. Er schloß sie in seine Arme und streichelte über ihre Haare.
"Meeri, es tut mir so leid. Aber ich würde es wieder tun, ich will dich doch nur beschützen." sagte Lauri leise.
"Was meinst du?" fragte sie und sah von seiner Schulter auf.
"Na das ich deinen Halbbruder umgebracht habe." sagte Lauri und wirkte aufrichtig erschüttert.
"Lauri ist das dein Ernst? Der Kerl hätte dich umgebracht, ich will nicht das du stirbst, dazu bist du mir zu wichtig geworden." kam es von Meeri und sie hielt sich im gleichen Moment die Hand vor dem Mund.
"Oh Gott, hab ich das jetzt wirklich laut gesagt?" stöhnte sie und wollte sich aus Lauris Griff befreien.
Er lächelte nur "Ich bin dir wichtig?" sagte er grinsend und hielt sie weiterhin eisern fest.
"Ja, verdammt das bist du und jetzt laß mich los." sagte Meeri wütend
"Wie wichtig bin ich für dich?" fragte Lauri nahm das Gesicht zwischen seine Hände und schaute tief in ihre grauen Augen.
"Lauri bitte, laß mich los. Ich bin müde und möchte schlafen." flüsterte sie aber beide wußten das es gelogen war.
"Antworte mir." drängte Lauri. "Wie wichtig?"
"Ich hab Todesängste ausgestanden als du gegen Calervo gekämpft hast, reicht das als Antwort?" antwortete sie ihm leise.
"Ja, ich denke schon." sagte Lauri ebenfalls leise und zog sie an sich.
"Lauri?"
"Mhm" nuschelte er an ihrem Haar.
"Wann erzählst du mir was über Kaari?" fragte Meeri und überrumpelte ihn damit total.
"Später mal, schlaf jetzt." antwortete er knapp und drückte sie sanft zurück in die Kissen.
Sie wehrte sich nicht und kuschelte sich hinein.

Aber Meeri konnte einfach einschlafen, lange nach dem sie Lauris regelmäßige Atemzüge hörte lag sie noch wach und dachte über sich und ihre "Familie" nach.
Calista war die einzige Verwandte die sie hatte, wenn man das als Verwandte bezeichnen konnte und sie hatte ihre Mutter umgebracht, der einzige Mensch der ihr je was bedeutet hatte.
Sie drehte sich vorsichtig um und kuschelte sich in Lauris Arme.
"Nein, jetzt nicht mehr der einzige Mensch, du bist mir wichtiger geworden als ich vorhin zugeben wollte." flüsterte Meeri und strich sanft mit dem Zeigefinger Lauris Lippen nach.
Dann bemerkte sie das er nicht mehr schlief, nein er sah sie mit seinen grünen Augen zärtlich an und fing an zu lächeln.

Lauri und Meeri schliefen bis in den späten Vormittag eng aneinander gekuschelt, die anderen hatten sich gestern schnell verzogen als Lauri in sein Schlafzimmer gestürmt ist.
Langsam rührte sich Lauri er streckte sich vorsichtig um Meeri nicht aufzuwecken was aber mißlang.
"Guten Morgen." sagte sie verschlafen und gähnte mit vorgehaltener Hand.
"Guten Morgen, gut geschlafen?" fragte Lauri leise und drehte sich zu ihr.
"Mhm, ja viel zu gut, und das beste, kein Alptraum." sagte Meeri grinsend zu ihm.
Er nahm sie in die Arme und drückte sie einmal.
"Lauri, darf ich dich was fragen?" sagte sie.
Er nickte nur.
"Was ist das hier zwischen uns?"
Er sah sie lange an und überlegte, dann setzte er sich auf.
"So genau weiß ich das auch nicht." sagte er und fuhr sich mit der Hand seufzend durch die verwuschelten Haare.
"Ok" sagte sie enttäuscht und wollte aus dem Bett steigen.
"Aber eigentlich...." sagte er grinsend und zog sie wieder zurück ins Bett, er legte ein Bein über sie und schaute ihr tief in die Augen.
"W...W...Was eigentlich?" stotterte sie, denn sie spürte seine warme Haut auf ihrer.
"Eigentlich...." begann er und kam mit seinem Gesicht dem ihren immer näher.
Sie schloß erwartungsvoll die Augen und wartete mit halb geöffneten Lippen.
Lauri berührte zärtlich mit seinen Lippen Meeris Mund und als sie den Kuß erwiderte versanken sie in ein wildes Zungenspiel. Sie schlang die Arme um seinen Nacken und zog ihn noch näher zu sich. Als der Kuß endete blickte Meeri ihn mit einem verschleierten Blick an.
"Aber holla" sagte er leise, beeindruckt von dem intensiven Kuß und streichelte ihr Gesicht.
Meeri lächelte ihn immer noch mit verklärtem Blick an.
"Mhm" machte sie nur, zu was anderem war das Mädchen im Moment nicht fähig.
"Hast du Hunger" fragte Lauri lächelnd und löste sich von ihr.
"Mhm.... Ähm was, ach so ja, ich verhungere gleich." sagte Meeri und errötete leicht.
`Gott beherrsch dich, es war nur ein Kuß` dachte sie `aber was für einer.`
Ein Grinsen huschte über Meeris Gesicht und sie befreite sich aus den Decken, ging mit ihm in die Küche und deckte schon mal den Frühstückstisch. Zwischen Toast und Kaffee konnten sie nicht die Finger von einander lassen und küßten sich immer wieder.
Nach dem Frühstück ging Meeri als erstes Duschen.
Als sie fertig war ging sie zum Schlafzimmer suchte sich Klamotten aus dem Schrank (Hanna hatte ihr was von sich gegeben, weil sie keine Klamotten mehr hatte, es war alles verbrannt worden bei dem Überfall auf ihre Eltern) und zog sich an. Lauri stand in der Tür und beobachtete sie heimlich.
Meeri drehte sich um und sah den Vogel in der Tür stehen.
"Oh Gott Lauri, mußt du mich so erschrecken?" sagte sie "Wie lange stehst du da schon?" fragte das Mädchen vorsichtig.
"Lange genug." sagte der Sänger mit einem dreckigen Grinsen und ging auf sie zu.
Er nahm sie in die Arme und küßte sie verlangend.
"Lauri" versuchte sie zu protestieren aber kam nicht weit, er drängte sie zum Bett und schubste sie darauf.
Gerade als er sich zu ihr legen wollte, hörte er eine vertraute Melodie, er sah zu seinem Handy und erkannte auf dem Display das Eero anrief. Stöhnend nahm er ab und rollte sich von Meeri runter.

"Eero, hey was gibt’s?" fragte Lauri.
"Jagd heute abend, ok, wann treffen wir uns und wo?" fragte Lauri nach einer Pause.
"Alles klar bis später dann." sagte er und legte auf.
Er sah Meeri lange an und seufzte einmal.
"Wir wollen heute abend auf Jagd gehen." erklärte er überflüssiger Weise.
Meeri nickte "Soll ich hier bleiben, oder mitkommen`" fragte sie dann vorsichtig.
"Ich denke, es ist besser wenn du mitkommst. Da hab ich dich dann im Blickfeld, aber bleib immer in Akis Nähe. Ich will nicht das dir was passiert." Er hielt ihr weiter einen Vortrag und schloß mit den Worten
"Sei ja vorsichtig und mach nichts auf eigene Faust."
Meeri lächelte nur über seine Besorgnis und nickte.
Die vier Freunde hatten sich um acht bei Lauri verabredet, nur Aki kam mal wieder zu spät.
"Sorry Leute bin zu spät." sagte er schnaufend und rieb sich die Seite.
"Ok, dann sind ja endlich alle da, kanns losgehen?" sagte der Chef.
"Erstmal Lagebesprechung. Mensch Lintu wo bist du mit deinen Gedanken?" kam es von Eero und grinste.
"Ach ja, stimmt." sagte der Sänger und kratzte sich verlegen am Kopf.
"Also, Aki du bist in meiner Nähe, wenn ich Hilfe brauche, Meeri du heftest dich an seine Fersen und Pauli spielt wie immer den Köder. Eero du hältst deine stinkenden Kräuter bereit für den Fall das wir magische Unterstützung brauchen." bestimmte Lauri und schaute Achtung heischend in die Runde. Alle nickten zustimmend.
"Und Aki, behalte Meeri im Auge, ich will nicht das ihr was passiert." sagte er abschließend.
Die fünf gingen dann los, wie immer zum Park und teilten sich dann auf.
Pauli betrat als erster den Park und schaute sich angsterfüllt um.
Er ging wieder den schmalen Weg entlang den sie gestern schon gelaufen waren und packte einen Salamitoast aus und begann darauf rum zu kauen.
`Das brauch ich jetzt zu Beruhigung` dachte er und biß nochmal hinein.

"Hallo, können sie mir sagen wie es hier zum Ausgang geht, ich glaub ich hab mich verlaufen." sagte eine Stimme hinter ihm.
Er drehte sich um und blickte in ein Gesicht das ihm merkwürdig bekannt vorkam.
Dann schrie er schrill "Jetzt" und Lauri sprang aus dem Gebüsch.
Aber statt auf den Vampir los zu gehen, wie er das sonst immer machte, blieb er wie vom Donner gerührt stehen und konnte die Frau nur anstarren.

Er ging auf sie zu und flüsterte leise "Kaari".

Aki schrie Eero nur noch was von wegen Bannkreis zu, dieser reagierte sofort und zündete die Kräuter an, die auch gleich anfingen zu brennen, so daß Kaari jetzt in einem Kreis voller Rauch gefangen war.
"Lauri, komm zu dir, sie ist ein Vampir." sagte jetzt Aki der zu Lauri gegangen ist.
"Woher willst du das wissen." sagte der Sänger mit erstickter Stimme.
"Lauri du hast selbst gesehen wie sie in die Lüfte gehoben wurde und tot wieder unten ankam." sagte Eero eindringlich, konzentrierte sich aber weiterhin auf den Bannkreis.
"Ja, ich habs gesehen." sagte er scharf.

Lauri starrte immer noch Kaari an, doch plötzlich wurde er von hinten angegriffen und zu Boden gerissen. Er fühlte wie zwei oder drei Rippen brachen und Sterne tanzten vor seinen Augen. Er hörte nur noch wildes Geschrei um ihn rum und als nächstes merkte er wie sich zwei spitze Gegenstände in seinen Hals bohrten.

"NEIN!!!!!" schrie Meeri, schnappte sich Lauris Schwert und rannte damit auf den Vampir zu der gerade seine Fangzähne in den Hals des Sänger gebohrt hatte.
Sie stieß ihn von Lauri weg und hackte ihm mit einer wütenden Bewegung den Kopf von den Schultern.
Dann lies sie das Schwert fallen und rannte zu Lauri rüber.
"Lauri sprich mit mir, du darfst jetzt nicht gehen, bitte nicht jetzt, wo ich dich gerade erst gefunden hab." schluchzte sie und warf sich weinend auf ihn. Lauris Augenlider flatterten und er murmelte was von wegen `Tut mir leid` und dann wurde alles schwarz um ihn herum.
"Meeri, laß mich mal sehen." sagte Eero ruhig, wie es so seine Art ist, aber als Meeri sich nicht rührte wurde er wütend.
"Meeri geh weg von ihm" sagte er scharf und besah sich Lauris Wunden.
Sie fiel hin, mitten in den Bannkreis und zerstörte ihn somit. Kaari lachte einmal laut los und verschwand.
"Los, wir müssen ihn nach Hause bringen, da helfen auch Meeris Tränen nicht. Das ist eine Vampirwunde" sagte Aki und aus seinem Blick sprach die Besorgnis.
"Eero, gibt es irgendwas das ihm helfen könnte?" fragte Aki und schaute seinen Freund besorgt an.
"Ich weiß nicht, da muß ich mit Pauli die Bücher wälzen." sagte er.
Pauli und Eero hoben den Verletzten hoch und trugen ihn in Lauris Wohnung.
Sie legten ihn sanft auf das Bett und deckten ihn zu.
Pauli und Eero verschwanden sofort um in ihren Büchern nach einem Heilmittel zu suchen.
Aki und Meeri blieben bei dem Verwundeten und hielten Wache. Aki faselte etwas von wegen Kaari war der Lockvogel, und das er sie töten wird, falls Lauri stirbt.
Lauri lag total verschwitzt und fiebrig in seinem riesigen Bett.
Der kleine Vogel sah da drin etwas verloren aus.
Meeri saß an seinem Bett und legte immer wieder kalte Waschlappen auf seine Stirn.
Aki kam ins Zimmer nach Stunden wie es ihr schien.
"Hast du schon was gehört von den beiden?" fragte sie ihn ohne Lauri aus den Augen zu lassen.
"Nein. Meeri, komm ich löse dich ab." sagte der Drummer erschöpft, aber Meeri schüttelte den Kopf.
"Nein, ich will ihn jetzt nicht alleine lassen." sagte sie und blinzelte eine Träne weg.
"Wie geht es ihm" fragte er dann.
"Unverändert, nur das Fieber ist gestiegen." sagte Meeri erschöpft.
"Aki ich hab Angst um ihn." sagte das Mädchen und blickte Aki in die traurigen Augen.
"Ich auch Meeri, ich auch." antwortete Aki ihr und wirbelte im nächsten Moment um weil das Telefon laut klingelte.

Aki stürmte zum Telefon
"Ja, bei Ylönen." Pause
"Oh, Gott sei Dank, Eero. Nein, unverändert." sagte Aki und wagte einen Blick auf den Kranken.
"Habt ihr was raus gefunden?" fragte er aufgeregt.
"Ok, bis gleich." sagte er und legte auf.
Aki kam aufgeregt ins Zimmer
"Sie kommen gleich, Eero hat irgendwas gefunden, sagte er." kam es von Aki.
Meeri nickte nur als Zeichen das sie verstanden hatte.
Schon zehn Minuten später klingelte es an der Tür von Lauri, Aki sprang von dem Sessel den er neben Lauris Bett gestellt hatte auf und rannte zur Tür um sie zu öffnen.
Eero rauschte, dicht gefolgt von Pauli, in die Wohnung und knallte die Bücher auf den Tisch die er im Arm hielt.
"Und?" fragte Aki aufgeregt und hüpfte von einem Bein aufs andere.
Pauli schlug ein besonders dickes und alt aussehendes Buch auf und zeigte auf eine Stelle.
"Hier, wir haben ein Ritual gefunden das jemandem vom Vampirismuss heilen soll." sagte er müde und rieb sich die Augen.
"Wir haben alle Zutaten zusammen, aber es fehlt ein besonderer Pilz den wir brauchen. Das ist er." mischte sich Eero ein und zeigte auf ein Bild direkt unter einem großen Absatz.
"Spitzkegelige Kahlkopf, und wo wollt ihr den her bekommen, der wird ja nicht gerade am nächsten Gemüsehändler zu besorgen sein, oder?" sagte Aki und rümpfte die Nase.
"Nein, er ist sehr, sehr selten. Es müßte ihn jemand suchen, und bis er gefunden wird, könnten Tage vergehen." sagte Pauli.
"Zeig mal her" kam es von der Tür von Lauris Zimmer.
Meeri hatte sich von dem Kranken losgerissen und wollte wissen was die Jungs raus gefunden hatten.
Pauli erklärte ihr nochmal alles geduldig.
"Ich mach es, ich werd ihn suchen." sagte sie entschlossen und blickte in ungläubige Gesichter.
"Meeri, das wird gefährlich, da draußen sind ein paar hundert Vampire die dich kriegen wollen." sagte Aki und schüttelte den Kopf.
"Nein, das kannst du nicht machen."
"Ich werde nicht hier rum sitzen und zusehen wie er stirbt, das kann ich nicht Aki. Ich muß was machen." sagte Meeri verbissen.
"Weißt du wie der Pilz aussieht?" fragte Eero sie und erntete ein Schnaufen von Aki.
Meeri nickte und prägte sich das Bild nochmal genau ein.
"Ich hab ein fotografisches Gedächtnis, ich werd ihn finden Aki, das versprech ich dir, und kein Vampir wird mich aufhalten können."
"Meeri er würde nicht wollen das du dich seinetwegen in Gefahr begibst." sagte der Drummer eindringlich zu ihr.
"Verdammt, ich werd ihn nicht hier sterben lassen, ich li...." schrie sie.
Aki verstand was sie sagen wollte, nickte mit dem Kopf und sagte leise "OK"
"Meeri, sei bitte vorsichtig." mischte sich jetzt Pauli ein.
"Wir können sie doch nicht alleine gehen lassen." sagte Eero und sah seine beiden Freunde abwechselnd an.
"Ich werde alleine gehen, ich schaff das schon Eero." schmiß das Mädchen in die Runde und als alle nickten ging sie zurück in Lauris Zimmer.

"Bist du dir auch wirklich sicher" fragte Aki der Meeri ins Zimmer gefolgt war. Meeri nickte. "Ja, ich will es für ihn tun." sagte das Mädchen leise.
Eero hatte sich in der Zwischenzeit mit Pauli wieder in den Büchern vergraben.
"Leute ich glaub ich hab da was ganz nützliches gefunden" strahlte er zu ihnen rüber und bedeutete ihnen mitzukommen.
Meeri und Aki folgten ihm zurück ins Wohnzimmer und Pauli hielt ein Buch hoch auf dem in goldenen Buchstaben `Zauberkunst für Fortgeschrittene` stand. Er schlug es auf und legte es auf den Tisch.
Aki beugte sich drüber und las es laut vor.
"Identitätszauber, die Aura verändert sich, nichts für Zauberkunstanfänger. Achtung lebensgefährlich wenn falsch angewendet."
Aki bekam große Augen.
"Eero, das ist die Idee, du bist einfach genial, ich könnte dich knutschen, so kann sie von ihnen nicht ausfindig gemacht werden. Traust du dir das wirklich zu?" fragte Aki aufgeregt.
"Na hör mal, ich bin nicht um sonst als Zauberer des Jahres ausgezeichnet worden.(*gggg*)" gab Eero beleidigt zurück.
"Ja, hast ja recht, haste alles hier was du brauchst?" fragte Aki und wurde mit einem Nicken belohnt.
"Ja, von mir aus kanns los gehen, bist du bereit Meeri?" fragte Eero dann an das Mädchen gewandt.
"Einen Moment noch" sagte sie, ging zurück ins Schlafzimmer und hockte sich auf das Bett.
"Lauri" begann das Mädchen und seufzte "Ich weiß nicht ob du mich hören kannst, aber ich muß dich jetzt für ein paar Stunden alleine lassen. Ich verspreche dir, wenn ich wieder komme dann können wir dir helfen und du wirst wieder gesund." sagte sie zu dem Kranken beugte sich über ihn und gab ihm einen zärtlichen Kuß auf den Mund den er plötzlich erwiderte. Als sie sich von ihm lösen wollte schlang Lauri seine Arme im Delirium um das Mädchen und zog sie zu sich herunter.
Er vertiefte den Kuß und ließ sie erst los als Meeri ihre Hände auf seine Brust stemmte.
Sie keuchte auf als er plötzlich mit seinen Augen blinzelte und sie schließlich öffnete.

"Lauri" flüsterte sie leise.
"Hey Süße." krächzte er.
"Lauri ich muß dich für ein paar Stunden alleine lassen. Aber ich bin so schnell es geht wieder da, die Jungs kümmern sich um dich." sagte sie obwohl Meeri sich nicht sicher war ob er es verstand.
Er nickte nur und schloß schließlich wieder seine Augen.
Meeri seufzte nochmal, gab ihm einen Kuß auf die Stirn und ging zurück ins Wohnzimmer wo Eero schon alles für das Ritual vorbereitet hatte.
Sie hatten die Couch in eine Ecke geschoben und in der Mitte auf dem Boden des Wohnzimmers war ein Kreis gebildet worden aus weißen Kerzen.
Überall auf den Möbeln standen braune, grüne, gelbe und rote Kerzen herum die das Zimmer in ein geheimnisvolles Licht tauchten. Zwischen den Kerzen auf dem Boden lagen fünf Kristalle, in verschiedenen Farben, ein weißer, ein roter, ein brauner, ein blauer Stein und ein Stein der alle Farben in sich trug.
"Meeri stell dich bitte in die Mitte des Kreises." sagte Eero.
"Eero, was haben die Kristalle zu bedeuten." fragte Meeri.
"Sie stellen die fünf Elemente dar." sagte er ohne aus dem Buch aufzusehen das er noch immer in der Hand hielt.
"Ähm, gibt es nicht nur vier Elemente?" fragte Meeri und wurde nervös.
"Nein Meeri, das denken viele, aber die meisten vergessen immer das fünfte und wichtigste Element, die Liebe." sagte Eero schaute endlich auf, nickte und schloß es.
"Die Liebe vereinigt alle Elemente in sich, ohne sie könnten wir nicht Existieren. Deswegen trägt unser Stein alle vier Farben in sich. Bist du bereit?" sagte er und zeigte ungeduldig auf den Kreis.
Meeri nickte und trat hinein.
Nun begann es, Eero sprach Sätze in einer merkwürdigen Sprache hielt die Arme gen Himmel und murmelte ein paar Beschwörungen.
Meeri merkte wie ihr plötzlich ganz heiß wurde, als ob sie innerlich verbrannte.
Sie hielt sich eine Hand an die Kehle und röchelte, ihr war als würde sie ersticken.
Dann glühte plötzlich das weiße in ihren Augen blutrot auf und über ihrem Kopf begannen kleine Funken zu tanzen und ihre Bahnen zu ziehen, wie kleine Sternschnuppen.
Eero murmelte noch einen letzten Satz und als er endete brach Meeri mit einem heiseren Schrei zusammen.
"Wartet" schrie Eero, denn die anderen wollten gerade auf das am Boden liegende Mädchen zu rennen um ihr zu helfen. Die Sternschnuppen sprühten immer noch über ihrem Kopf, aber als Eero aus einem kleinen Säckchen eine handvoll Kräuter nahm und sie über Meeri warf explodierten sie mit einem kleinen Knallen und Meeri wachte auf.
Es hat funktioniert, Gott bin ich gut." sagte Eero offensichtlich Stolz auf sich selbst.
"Alles OK Meeri?" fragte Aki und half ihr auf mit einem bösen Blick auf Eero.
"Ja" hauchte das Mädchen und schaute an sich hinab "Ich fühl mich irgendwie anders, aber gut."
"OK, dann kanns ja los gehen. Du hast 12 Stunden Zeit die Pilze zu besorgen, danach wird der Schutz aufgehoben sein, und Calista kann dich wieder zu sich rufen." sagte Eero ernst.
Meeri nickte, nahm ihre Jacke von der Garderobe und zog sie an, danach folgte eine Mütze von Lauri die sie tief in die Stirn zog.
"Viel Glück Kleines und komm heile wieder." sagte Aki versuchte die Tränen zu unterdrücken und umarmte sie stürmisch.
"Ich komm wieder, das schwöre ich, und ich bring diesen bescheuerten Pilz mit. Macht euch keine Sorgen." sagte das Mädchen grimmig und ging aus der Tür.

Meeri ging durch Helsinki und schlug den Weg zum Wald ein.
Als sie dann am dunklen Wandrand angekommen war schaute sie sich einmal ängstlich.
Sie machte ihre Taschenlampe an die sie vorsorglich mitgenommen hatte und leuchtete in den Wald.
Dann seufzte sie ein mal tief und schlug sich durchs Unterholz.
Meeri richtete den Blick auf den Boden um nicht zu fallen und gleichzeitig diesen Pilz zu suchen.

Sie suchte den ganzen Abend bis spät in die Nacht, mittlerweile waren schon fast 11 Stunden vergangen und sie hatte nicht einen einzigen dieser verflixten Pilze gefunden.
Sie setzte sich schwer atmend auf einen Baumstamm und stützte erschöpft den Kopf in ihre Hände.
`Was mach ich nur, ich finde dieses Ding einfach nicht` dachte sie verzweifelt und fing an zu weinen.
`Bitte helft mir, irgendwer, bitte ich schaff das nicht alleine. Ich will nicht das er stirbt, ich liebe ihn doch.` sie fing immer heftiger an zu weinen.
Dann plötzlich als sie aufblickte sah sie einen Lichtstrahl vor sich, was verwunderlich war, denn es war inzwischen stockdunkel.
Erschrocken sprang sie auf und ging trotzdem neugierig auf den Lichtstrahl zu.
Sie mußte einen kleinen Hügel hinauf klettern und was sie dort sah zwischen den Sträuchern ließ sie freudig erstarren.

Vor ihr war ein ganzes Nest voll des Pilzes den sie suchte.
Sie kniete sich hin, schnitt vorsichtig die Menge Pilze ab die sie brauchte und steckte sie in eine Tüte die sie mitgebracht hatte.
Dann erhob sie sich steckte die abgeschnittenen Pilze in die Jackentasche, schaute auf die Uhr und erstarrte.
"Gott, noch eine knappe Stunde." sagte sie zu sich, sie wollte sich gerade auf den Rückweg machen als sie einen Schatten im Augenwinkel bemerkte, sie drehte sich um und sah in einiger Entfernung einen älteren Mann der leicht durchsichtig schien.
Er war schon leicht ergraut, aber immer noch in den besten Jahren seines Lebens, falls er noch am Leben war.
Meeri trat einen Schritt zurück und schaute mißtrauisch zu ihm rüber.
"Wer sind sie" fragte sie vorsichtig.
"Hallo Meeri, wie ich sehe geht es dir gut. Das freut mich." sagte der ältere Mann und lächelte sie väterlich an.
"Wer bist du?" fragte das Mädchen nochmal.
"Kannst du dir das nicht denken?" antwortete er ihr.
Meeri schüttelte den Kopf denn sie hatte wirklich keine Ahnung.
Dann ging ihr ein Licht auf. "Warst du das gerade mit diesem Lichtstrahl?" fragte sie den Mann und ging einen Schritt auf ihn zu. Er nickte lächelnd.
Dann erkannte sie ihn. "Du bist mein Vater" flüsterte sie erschrocken.
Er nickte wieder.
"Du brauchst keine Angst vor mir zu haben, Meeri, die da oben haben mich zu dir geschickt damit ich dir ein wenig zur Seite stehe." sagte Mike und lächelte sie weiterhin an.
"Was meinst du damit? Die da oben, wer sind die da oben?" fragte sie verwundert.
"Das wirst du schon früh genug merken. Jetzt schnapp dir die Pilze und geh deinen Vogel retten. Die Zeit ist fast abgelaufen, ich möchte nicht das meine verdorbene Tochter Calista dich bekommt." sagte Mike jetzt mit einem grimmigen Gesichtsausdruck.
Sie lächelte ihn an. "Jetzt siehst du so aus wie auf dem Bild das ich von dir gesehen habe." sagte sie mit blitzenden Augen.
"Ja, nicht gerade meine beste Zeit." sagte der ältere Mann entschuldigend
Meeri lächelte ihn an.
"Du siehst deiner Mutter verdammt ähnlich, weißt du das?" sagte Mike aus traurigen Augen.
"Du hast sie geliebt nicht wahr?" sagte sie leise, dann schaute sie erschrocken auf die Uhr.
"Ich muß gehen. Sehen wir uns wieder?" fragte sie hoffnungsvoll.
"Ja, mein Kind das werden wir." sagte er und löste sich mit einem Grinsen im Gesicht in Luft auf.

Sie rannte durch den Wald zurück in Richtig Lauris Wohnung. Als sie dann den Waldrand erreicht hatte schlug sie sich durch den Park. Nach einer viertel Stunde war Meeri so aus der Puste das sie schon Seitenstechen hatte. Das Mädchen preßte die Hand auf die rechte Seite und atmete einmal tief durch.

Dann sah sie sie.

Calista schlenderte den schmalen Parkweg entlang, auf dem Lauri angegriffen wurde und suchte offensichtlich irgendwas oder irgendwen?
Meeri versteckte sich hinter einem Gebüsch und wartete bis Calista an ihr vorüber ging.
Das Mädchen hielt vor Spannung die Luft an, sie wagte nicht zu atmen aus Angst der Vampir könnte sie hören.
Als Calista dann in einer sicheren Entfernung war schlich Meeri weiter, doch dann als sie den Parkausgang erreicht hatte hörte sie hinter sich eine Stimme die sie erstarren ließ.
"Ich wußte ich finde dich hier, Schwester." säuselte Calista und betonte das letzte Wort.
Meeri drehte sich langsam um und schaute ihrer Schwester ins bleiche Gesicht.
"Komm ich bringe dich zu deiner wahren Familie" sagte der Vampir und hielt Meeri die Hand hin, doch Meeri schüttelte nur den Kopf.
"Meeri ich möchte keine Gewalt verwenden, aber wenn du nicht freiwillig mitkommst werde ich dich dazu zwingen." drohte Calista und schaute sie aus ihren roten Augen an.
"Ich werde nicht mit dir gehen, Calista." sagte Meeri und schaute grimmig zurück.
"Gut, dann werde ich Gewalt anwenden." sagte sie und ging langsam auf sie zu.
Doch plötzlich starrte Calista auf einen Punkt hinter Meeri und hielt abrupt an.
Sie fing an zu stottern. "W..w...was willst d..d...du hier?"
"Meine Tochter retten." sagte Mike und grinste boshaft.
Nach dem Calista den ersten Schock überwunden hatte grinste auch sie boshaft.
"Und wie willst du das machen, mich mit Nebel besprühen?"
"Nein Calista, ich habe noch andere Fähigkeiten, von denen DU keine Ahnung hast." sagte der Vater der beiden und hielt etwas in der Hand das furchtbar einem Feuerball glich.
Meeri schaute zwischen den beiden hin und her wie bei einem Tennisspiel.
"Du kannst mich nicht aufhalten. Ich werde das Mädchen jetzt mitnehmen." schrie der Vampir jetzt zornig.
"Willst du dich wirklich mit mir anlegen, Calista?" fragte Mike ruhig.
"Meeri, lauf" sagte plötzlich eine Stimme in ihrem Kopf die Mike sehr ähnlich war.
Erstaunt sah sie ihn an. Dann überlegte sie nicht lange und rannte los.
Hinter sich hörte Meeri Schreie und es glühte immer wieder hell auf.
`Sie bekämpfen sich gerade, meine Schwester und mein Vater kämpfen` dachte sie sich und schüttelte den Kopf. `Was eine Familie` dachte sie weiter.
Sie lief weiter bis sie den Park weit hinter sich gelassen hatte.
Dann bog sie rennend in die Straße ein und hatte schon Lauris Wohnung erreicht.
Meeri klingelte Sturm und es wurde ihr sofort aufgemacht.
Sie rannte die Treppen nach oben und die Tür wurde von jemandem geöffnet, mit dem sie niemals gerechnet hätte.

Mike hielt Calista so lange von Meeri fern wie es ihm möglich war damit sie wegrennen konnte. Calista merkte das sie im Moment und alleine keine Chance gegen Mike hatte und zog sich zurück.
Sie drehte sich blitzschnell um und breitete wieder ihre Arme aus, stieg in die Luft und drehte dort oben nochmal Mike ihr bleiches Gesicht zu.
"Du hast vielleicht die Schlacht gewonnen, aber den Krieg gewinne ich." sagte sie und flog diabolisch Lachend davon.
Erschöpft setzte sich Mike auf eine Parkband,
`Ich werde langsam zu alt für sowas` dachte er und schnaufte leicht.
"So kann das nicht weitergehen, ich werde Calista nicht aufhalten können wenn ich weiterhin tot bin. Hört ihr da oben?" rief er mit dem Gesicht zu Himmel schauend.
"Ich schaff das so nicht. Sie braucht meine Hilfe, aber ich muß dafür Leben."
"Willst du das wirklich?" dröhnte eine donnernde Stimme die Mike fürchterlich erschreckte und durch Mark und Bein lief.
"Mußt du so laut sein, das ist ja nicht zum aushalten." rief der alte Mann genervt.

"Ja ich will es" sagte Mike dann nach nochmaligem Überlegen.
"Aber ich will meine Fähigkeiten behalten, sonst kann ich es nicht mit diesem verdorbenen Blutsauger von Tochter aufnehmen."
"Nun gut." sagte die Stimme jetzt leiser. "So sei es."
Mike fühlte plötzlich wie die Wärme sich in seine Wangen schlich und sah an sich herunter. Er war nicht mehr durchsichtig und konnte merken wie sein Herz langsam anfing zu schlagen. "Großer Gott, das ist ja ein wunderbares Gefühl." sagte er erstaunt und mit großen Augen.
"Mike, du sollst mich nicht so nennen, du weißt ich mag das nicht." hörte Mike jetzt wieder von irgendwoher.
"Damit warst DU eigentlich nicht gemeint." sagte er fing an zu grinsen und verschwand, um im nächsten Moment die drei Nüsse in Lauris Wohnung zu erschrecken, denn er tauchte da so schnell auf, das Eero, der gerade das Zeug von dem Ritual weg räumte, aufschrie und die ganzen Kerzen fallen lies die er in der Hand hatte.
"Wer sind sie?" fragte Eero und ging auf den Tisch zu, wo die Waffen achtlos draufgeworfen worden waren, als sie Lauri in die Wohnung gebracht haben. "Wie kommen sie hier rein?" fragte er und nahm sich einen Pfahl aus der Tasche.
"Moment, irgendwoher kenne ich sie." ging Pauli dazwischen.
"Nicht persönlich, aber ihr kennt meine Tochter." sagte Mike und lächelte die beiden an. "Steck das Ding wieder weg, Junge, sonst verletzt du dich noch selbst, außerdem bringt das bei mir nichts." sagte er und setzte sich auf die Couch.
"Sie sind der Vater von Meeri" brachte Pauli krächzend hervor.
"Aber das geht doch gar nicht, sie sind tot." sagte Eero jetzt mit offenem Mund.
"Naja, ich war es. Lange Geschichte. Wo ist Lauri?" fragte er Eero, dieser konnte nur perplex zu der Tür zum Schlafzimmer zeigen.
Mike stand auf und ging durch die Schlafzimmertür.
Er ging sofort auf das Bett zu und schaute auf Lauri der sich durch das Fieber hin und her warf und ständig Meeris Namen murmelte.

Aki der im Sessel saß und schlief bemerkte Mike erst gar nicht, erst als der ältere Mann sich auf das Bett setzte und dieses ein Knarzen von sich gab, öffnete er die Auge und sprang auf.
Er sah sich blinzelnd im Zimmer um und sein Blick blieb dann auf Mike haften.
"Wer sind sie? Wie kommen sie hier rein?" fragte er aufgebracht und wollte nach Eero schreien aber Mike legte einen Finger auf seine Lippen.
Aki überlegte es sich anders und als Eero und Pauli gleich danach hinter Mike hervortraten schaute er sie fragend an.
"Leute was ist hier los?" fragte Aki seine beiden Freund und bekam von ihnen nur ein Achselzucken.
"Geht bitte raus!" sagte Mike ruhig, sah aber weiterhin auf Lauri und die Bißwunde die er am Hals trug.
"NEIN DAS WERD ICH SICHER NICHT MACHEN!" schrie Aki und setzte sich demonstrativ mit verschränkten Armen wieder in den Sessel.
"Schht, ich muß mich Konzentrieren. Wenn du hier bleiben willst gut, aber sag nicht ich hätte dich nicht gewarnt." sagte Mike und blickte Aki unverwandt an. Aki nickte ergeben.
Der ältere Mann legte schließlich seine Hand auf die Wunde von Lauri und schloß die Augen.
Er murmelte ein paar Worte die Aki nicht verstand und Eero und Pauli die immer noch an der Tür standen kamen neugierig näher.
Lauri warf sich weiterhin von einer Seite auf die andere und stöhnte qualvoll.
Mike bedeutete ihnen mit einer unwirschen Handbewegung nicht näher zu kommen also blieben sie wie angewurzelt stehen.
Lauri fing jetzt an zu Schreien und strampelte mit Händen und Füßen.
Er hatte Schmerzen das konnte Aki sehen aber er blieb wie erstarrt in dem Sessel sitzen. Er konnte seinem Freund im Augenblick nicht helfen, das wußte er.
Lauri bäumte sich ein letztes mal auf, blieb dann still liegen als wenn er tot wäre.
"Sie haben ihn umgebracht sie Mistkerl, sie haben ihn umgebracht." schrie Aki und wollte auf Mike losgehen, da hörte er eine Stimme die ihn in der Bewegung inne halten ließ.
"Wer hat mich umgebracht" sagte Lauri leise und erschöpft.

Meeri traute ihren Augen nicht als sie ihren Vater vor der Tür stehen sah, und er sah ziemlich lebendig aus.
"Was machst du hier, wieso bist du nicht mehr durchsichtig?" brachte sie, immer noch außer Atem, hervor und stütze sich mit den Händen, nach Luft ringend, auf den Knien auf.
"Ich freu mich auch dich wieder zu sehen mein Kind." sagte er lachend und zog sie in die Wohnung.
Meeri stolperte hinein und sah wie Lauri auf der Couch saß.
Sie ließ erschrocken alles fallen was sie in der Hand hatte, stieß einen spitzen Schrei aus, rannte auf ihn zu und schmiß sich in seine Arme. Lauri fiel mit ihr hinten rüber weil Meeri sich so stürmisch auf ihn warf.
"Was ist passiert, wieso, weshalb, warum?" fragte sie ihn stürmisch.
Lauri lachte heiser.
Er freute sich tierisch sie wieder zu sehen, die Jungs hatten ihm alles erzählt und dafür mußten sie sich erstmal Vorwürfe von ihm anhören, wie die vier Meeri einfach alleine losziehen lassen konnten.
"Ok, Leute was ist hier los." fragte das Mädchen ein wenig angesäuert.
"Das hab ich wohl deinem Vater zu verdanken. Er hat mich geheilt." sagte er, streichelte verliebt Meeris Gesicht und sah ihr dabei tief in die Augen. Sofort wurden ihre Gesichtszüge wieder weich und sie kuschelte sich an ihn. Lauri drückte ihr einen Kuß auf den Scheitel und drückte sie an sich.
Meeris Vater beäugte das aus sicherer Entfernung. "Aber du sollst dich noch schonen, junger Mann, hörst du? Kein Sex!" sagte Mike grimmig zu Lauri.
"Papa." rief Meeri entrüstet und lief dunkelrot an. Lauri fing an zu kichern wie ein kleines Mädchen.
"Was denn? Ich bin auch mal ein Mann gewesen. Ich weiß was in so einem vorgeht" verteidigte sich Mike und zeigte mit dem Finger auf Lauri.
Alle fingen an zu Lachen.
Dann begann Mike von dem Kampf zu erzählen und warum er wieder lebendig war. Sie hörten ihm aufmerksam zu und gaben keinen Mucks von sich.
Als Mike zu Ende erzählt hatte verabschiedeten Pauli und Eero sich von den anderen mit der Begründung das sie müde wären.
Als Meeri die beiden zur Tür brachte sah sie verstohlen zu ihrem Vater rüber.
"Sag mal, wo willst du jetzt eigentlich schlafen, du kannst dich ja nicht mehr in Luft auflösen."
"Ich...mhm...Also, keine Ahnung da hab ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken drüber gemacht." antwortete er ihr.
"Sie können bei mir wohnen wenn ihnen das recht ist." mischte sich Aki ein, der das Gespräch mit angehört hatte.
Meeri atmete auf, sie war froh das sie wieder einen Vater hatte, sie mochte ihn auch, aber sie konnte sich nicht vorstellen mit ihm unter einem Dach zu leben.
Mike nahm das Angebot von Aki an und bot ihm erstmal das `Du`an. Dann verabschiedeten sich die zwei auch nach einer Weile, so daß Lauri und Meeri jetzt alleine waren.

Nach dem die Tür geschlossen war setzten sich beide wieder auf die Couch und machten den Fernseher an.
Meeri kuschelte sich an seine Seite und schon nach wenigen Minuten fielen ihr die Augen zu.

Lauri löste sich vorsichtig von ihr und ging sich auf dem Balkon eine rauchen.
Als er die Zigarette nach draußen geschnippt hatte setzte er sich kurz zu Meeri und betrachtete das Mädchen eine Weile.
Er strich ihr zärtlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht die dort vorwitzig über ihrer Nase hing.
Dann gab er ihr einen Kuß auf die Wange, nahm eine Decke und warf ihr diese über.
Er ging dann ins Bad um sich eine ausgiebige Dusche zu gönnen.

Meeri tauchte tief in die Traumwelt ab, sie ging eine kleine dunkle Gasse entlang, schaute sich um und sah in einiger Entfernung Gestalten stehen, drei an der Zahl. Es war völlig still.
Das Mädchen erkannte Lauri, ihren Vater und Calista dort stehen.
Sie ging langsam näher heran.
Plötzlich wurde die Stille durch einen Schrei unterbrochen und Meeri beschleunigte ihre Schritte und schließlich rannte Meeri auf sie zu und konnte erkennen daß Calista den Kopf von Lauri zur Seite riß und ihn festhielt.
Meeri schrie und wollte sie aufhalten aber gemeinsam mit Mike biß sie in seinen Hals und sie saugten den Sänger bis auf den letzten Tropfen leer.
Mike stand da und lachte nur diabolisch, ihre Schwester machte einen zufriedenen Gesichtsausdruck und leckte sich herausfordernd über die Lippen.
"Wenn du es nicht machst, machen wir es für dich. Der Tag rückt näher Auserwählte. Bereite dich darauf vor." sagte sie plötzlich hinter ihr stehend leise in Meeris Ohr während sie nur den toten Körper Lauris anstarren konnte.
Sie löste sich aus ihrer Starre, rannte auf ihn zu und warf sich weinend auf ihn.
Jemand versuchte sie von ihm wegzuziehen aber sie wehrte sich mit Händen und Füßen.
Dann hörte sie von weither eine Stimme, sie rief immer wieder ihren Namen und rüttelte an ihrer Schulter.
Sie spürte die Tränen an ihrer Wange herunter laufen und schlug im Schlaf um sich.
Dann erwachte sie mit einem Schlag und sah Lauris völlig verängstigtes Gesicht vor sich.

Sie schluchzte ein paar mal laut auf und warf sich an seine Brust.
Lauri strich ihr beruhigend über den Rücken und flüsterte Meeri tröstende Worte ins Ohr.
Er nahm ihr Gesicht in die Hand und küßte ihren Mund zärtlich.
Sie konnte nicht anders und schlang ihre Arme um ihn, zog ihn noch näher zu sich.
Sie wollte ihn. Jetzt.
Lauri löste sich von ihr und blickte ihr tief in die Augen als wenn er ihre Seele ergründen wollte.
"Frag nicht, halt mich einfach fest" sagte sie, zog Lauri wieder zu sich und fing an ihn leidenschaftlich zu küssen.
Er erwiderte ihre Küsse und drückte sie langsam aufs Sofa.
Er legte sich vorsichtig auf sie, stütze sich mit den Armen neben ihrem Kopf ab damit er ihr nicht zu schwer war und fing an ihr Gesicht mit tausend kleinen Küssen zu bedecken.
Lauri wanderte ihren Hals mit der Zunge entlang und zeichnete eine Spur die Meeri zu verbrennen schien. Er öffnete ihre Bluse und begann Meeris Brustansatz mit Küssen zu versehen was ihr ein Aufseufzen entlockte.
Der Sänger sah sie an und konnte in ihrem Blick Lust und Begierde lesen. Ihre Augen die sonst von strahlendem grau war, waren jetzt verschleiert und halb geschlossen.
Lauri erhob sich ein wenig und half ihr ihre Bluse aus zu ziehen, danach war dann sein weißes (*g*) Hemd dran. Sie knöpfte es langsam auf und bedeckte seine Brust mit kleinen Küssen.
Dann begann sie an seinem Brustwarzen zu saugen und entlockte Lauri ein Stöhnen damit.
Er zog sie auf die Beine, schlang eine Hand um ihre Hüfte, die andere unter ihre Beine und hob sie hoch. Er trug das Mädchen unter Protest ihrerseits ins Schlafzimmer.
"Lauri, laß mich runter, du sollst dich nicht zu sehr anstrengen." sagte sie aber er verschloß ihren Mund mit gierigen Küssen.
Lauri trat durch die Schlafzimmertür ging auf direktem Weg auf das Bett zu und legte sie vorsichtig ab. Meeri streckte einen Arm nach ihm aus weil sie es nicht ertragen konnte so lange von ihm getrennt zu sein. Dann zog sie ihn mit einem Ruck an sich und fing an ihn wieder zu küssen.
Ihre Hände wanderten über seine Brust, weiter nach unten, und hielten erst an als sie den Hosenbund an ihren Fingern spürte. Sie fingerte an seinem Gürtel herum und versuchte vergeblich ihn zu öffnen. Lauri half ihr schnell, öffnete die Hose und strampelte sie sich von den Beinen.
Das gleiche passierte kurze Zeit später mit Meeris Hose.
Sie lagen auf dem Bett und Lauri begann eine heiße Spur zu ziehen von Meeris Hals bis zu ihrem Brustansatz. Er zog sie nach oben und zog unter heißen Küssen den BH aus und schmiß ihn weit von sich.
"Den brauchst du im Moment nicht, oder?" fragte er sie grinsend und bewunderte ihre festen Brüste.
"Du bist so wunderschön" flüsterte er und beugte sich über sie um wieder ihren Mund in Besitz zu nehmen.
Lauri verzehrte sich nach ihr, er streichelte ihren Bauch wanderte mit seiner Hand weiter nach oben und umschloß ihre Brust.
Meeri bog sich seiner Hand entgegen und stöhnte seinen Namen welches ihm ein Grinsen entlockte.
Er strich sanft über ihre Brustwarze neigte dann den Kopf und saugte an ihr.
Meeri kratze mit ihren Händen seinen Rücken entlang bis zu seinem Po und drückte einmal fest zu.
Lauri hielt es nicht mehr länger aus, er zog ihr den String aus und versank mit seiner Hand zwischen ihren Beinen was Meeri laut aufstöhnen lies.
"Lauri bitte." flehte sie schließlich nach dem er seine Fingerfertigkeit bewiesen hatte.
Er zog sich selbst die Hose aus und legte sich auf sie.
Dann drang er mit einem Stoß in sie ein, und spürte plötzlich den Widerstand, was ihn innehalten lies.
"Gott" keuchte Lauri "Warum hast du mir nichts gesagt" sagte er und schaute in ihr Schmerz verzerrtes Gesicht.
"Ist schon ok, hör nicht auf. Bitte." flehte Meeri und lächelte ihn an.
Lauri nickte und begann sich langsam und vorsichtig in ihr zu bewegen.
Die Schweißperlen standen dem Sänger auf der Stirn und er beschleunigte ein wenig das Tempo als er merkte das Meeri sich entspannte.
Das Mädchen keuchte bei jedem Stoß auf und warf ihren Kopf hin und her.
Als der Sänger merkte das Meeri soweit war wurde er schneller.
Meeri krallte ihre Fingernägel in Lauris Rücken und kam mit einem heiseren Schrei zum Höhepunkt.
Lauri folgte ihr mit einem Stöhnen und brach erschöpft über ihr zusammen.
Sie streichelte ihm über den Rücken und genoß seine Nähe.
"Alles ok?" fragte er sie vorsichtig und zog sich aus ihr zurück.
Meeri nickte glücklich und lächelte ihn an.
Der Sänger holte schnell die Decke aus dem Wohnzimmer und legte sich wieder hin.
Meeri kuschelte sich an ihn und beide fielen erschöpft in einen tiefen und traumlosen Schlaf.

Meeri wachte als erste auf, sie streckte sich ausgiebig und schaute auf den immer noch schlafenden Lauri neben sich.
`Gott bist du süß` dachte sie kurz, stand dann aber auf um duschen zu gehen.
Sie machte die Dusche an, stieg in die Kabine und seifte sich erstmal gründlich ein.
Ihre Knochen taten alle weh, von dem Erlebnis gestern im Wald und von ihrem ersten Mal. Als Meeri daran dachte errötete sie leicht.
`Oh Gott, wie konnte ich mich nur so gehen lassen?` dachte sie, fing aber an zu grinsen als sie an Lauris Hände dachte und was er damit alles anstellen konnte.
Meeri stellte die Dusche aus, trocknete sich immer noch grinsend ab und ging in die Küche um das Frühstück vorzubereiten.
Als sie damit fertig war hörte sie Geräusche aus dem Schlafzimmer und kurz darauf ging die Dusche an.
`Ah, der Meister ist erwacht` dachte sie und setzte sich vor dem Fernseher bis Lauri nur mit einem Handtuch bekleidet aus der Dusche kam.
Im Fernseher lief gerade etwas von einer Sonnenfinsternis nächste Woche, aber als sie Lauri sah konnte sie den Blick nicht von ihm abwenden.
"Lauri, würdest du dir bitte was anziehen?" sagte Meeri und wurde rot.
Lauri fing an zu grinsen und baute sich vor ihr auf. "Wieso, du kennst doch eh schon alles." sagte er und bückte sich um ihr einen Gutenmorgenkuß zu geben.
"Oder kommste auf dreckige Gedanken wenn du mich so siehst?" fragte er neckisch und wedelte mit einer Handtuchspitze rum. Meeri fing an zu lachen, zog ihm mit einem Ruck das Handtuch weg und lief ins Schlafzimmer.
Lauri rief nur noch "Hey, du Hexe" und rannte hinter ihr her, so wie Gott ihn schuf.
Er holte sie lachend ein, schlang einen Arm um ihre Mitte und drückte sie an sich.
"Gib mir das Handtuch wieder" sagte er gespielt beleidigt.
Meeri gab es ihm zurück und gluckste.
"Sonst kommst du noch auf andere Gedanken" sagte sie schmunzelnd. Lauri schloß das Mädchen in die Arme und küßte sie.
"Meeri ich brauch dich nur anzusehen, da komme ich schon auf andere Gedanken." sagte der Sänger mit rauher Stimme. Er zog sie an sich und küßte sie wieder verlangend.
Dann hörten sie ein schrilles Klingeln und lösten sich erschrocken von einander. Derjenige der vor der Tür stand hatte es wohl ziemlich eilig, denn es wurde Sturm geklingelt.
"Gehst du? Und denk an das Paßwort." rief Lauri dem Mädchen noch zu, wendete sich zum Kleiderschrank und fing an sich anzuziehen.

Meeri ging mit schnellen Schritten zur Tür, fragte nach dem Paßwort und erkannte Paulis Stimme. Sie öffnete ihm, dabei rannte er sie fast über den Haufen und setzte sich haareraufend auf die Couch.
"Hab ihr schon die Nachrichten gesehen?" fragte er atemlos. Gerade war Lauri ins Wohnzimmer gekommen und setzte sich neben Pauli.
"Hey Alter was machst du hier?" fragte dieser den Gitarrist ahnungslos.
Meeri richtete ihren Blick auf den Fernseher, hörte dem Nachrichtensprecher zu wie er über die bevorstehende Sonnenfinsternis sprach und es hallte ein Satz in ihrem Kopf wider:

Wenn sich die Sonne verdunkelt und die Nacht zum Tage wird, werden die Vampire eine neue Königin krönen.

Ängstlich sah sie zu Lauri rüber der wie gebannt auf den Fernseher starrte.

"Pauli, was hat das zu bedeuten?" fragend sah Lauri seinen Freund an.
"Nächste Woche Mittwoch haben wir eine besondere Planetenkonstellation, Mars, Venus, Saturn und Jupiter stehen in einer Reihe, und zusätzlich ist noch eine Sonnenfinsternis, das kommt nur alle eintausend Jahre mal vor, ich denke wir haben unser Datum für die letzte Schlacht." kam es erschöpft von Pauli.
"Das heißt an dem Abend wird es passieren?" fragte Meeri ängstlich
Pauli nickte nur.
"Im Grunde ist das doch was gutes oder, wir wissen wann es losgehen soll und können uns so drauf vorbereiten." sagte der Sänger zu seinem Freund und seiner Freundin.
"Meeri, alles in Ordnung?" fragte Lauri und sah jetzt das Mädchen besorgt an.
Sie war ein wenig grün um die Nase geworden.
Meeri nickte nur kurz, dann hielt sie sich mit großen Augen die Hand vor den Mund, sprang auf und rannte ins Bad.
Sie stürzte auf das Klo zu, machte hektisch den Deckel hoch und erbrach sich schließlich in die Schüssel. Lauri betrat das Bad und setzte sich zu ihr. Der Sänger streichelte ihr beruhigend über den Rücken.
Meeri lehnte sich erschöpft an ihn.
"Warum muß mir sowas passieren, dieser ganze Kram mit der Auserwählten und so. Hab ich irgendwas getan das das gerechtfertigt?" fragte sie ihn und ihr kamen die Tränen.
Der Sänger strich ihr immer wieder beruhigend über den Rücken bis sie sich wieder gefangen hatte, wußte aber nicht was er sagen sollte.
Plötzlich schreckten beide von einem lauten Poltern und Klirren hoch, Lauri lief ins Wohnzimmer und sah das Pauli die Bücher vor Wut in die Ecke geworfen hatte.
"Sag mal spinnst du?" schrie der Sänger seinen Freund an. Pauli sah ihn mit einem hochroten Kopf an, sammelte seine Bücher auf, klemmte sie sich unter den Arm und ging ohne ein weiteres Wort aus der Wohnung.
Meeri kam ins Wohnzimmer.
"Was war das denn?" fragte sie ihren Freund, dieser zuckte nur mit den Schultern und begann die Glasscherben wegzuräumen.
Pauli hatte genau richtig geworfen, der Gitarrist hatte im Regal die Gläser herunter geschmissen und diese lagen jetzt in Scherben auf dem Boden.

-Pauli-

`Oh Gott, wie soll ich den beiden das nur erklären?` dachte Pauli und ging ziellos durch die Straßen von Helsinki.
Es war mittlerweile schon fast Abend und Pauli beschloß Aki einen Besuch abzustatten.
Als er vor Akis Tür stand klingelte er fünfmal in bestimmten Abständen, sowie sie es verabredet hatten, um sich vor Groupies zu schützen. Der Drummer machte auf und sah verwundert in das Gesicht seines Bandkollegen.
"Was machst du hier?" fragte er den Gitarristen.
"Ich muß mit jemanden reden" sagte er nur und ging ohne ein weiteres Wort in die Wohnung.
"Komm doch rein" sagte Aki perplex und schloß kopfschüttelnd die Tür. Aki schlenderte zum Kühlschrank.
"Willst auch eins" fragte er und machte eine Kopfbewegung in Richtung Kühlschrank in der sich das Bier stapelte.
Pauli überlegte kurz und nickte dann.
Aki nahm zwei Flaschen aus dem Kühlschrank, öffnete diese und stellte sie vor den verwirrt aussehenden Pauli.
"Also, was ist los?" fragte Aki ihn nachdem er einen großen Schluck aus seiner Flasche genommen hatte.
"Ich weiß nicht wo ich anfangen soll." sagte er seufzend. "Ok" sagte Pauli schnell als er den wütenden Blick von Aki sah.
"Ich war gerade bei Lauri und Meeri. Dort lief ein Bericht im Fernsehen über die Sonnenfinsternis und so. Dann hab ich in meinen Büchern nach geguckt und einen alten Text gefunden in dem alles erklärt wird." begann Pauli zu erzählen.
"Und weiter?" fragte Aki und sah ihn erwartungsvoll an.
"Ich konnte den Text sofort übersetzen." er holte einen Zettel aus seiner Tasche der sehr mitgenommen aussah und reichte ihn Aki.
"Das kam dabei raus." sagte er ruhig, zu ruhig für Akis Geschmack, er warf einen besorgten Blick auf Pauli und las sich den Zettel in aller Ruhe durch, sein Gesicht wurde immer blasser.
"Großer Gott." stammelte er und legte den Zettel behutsam auf den Tisch. Pauli nickte.
"Das hat nichts mehr mit Gott zu tun Aki, wenn das stimmt, ist Meeri in größerer Gefahr als wir dachten." sagte er, setzte die Bierflasche an den Mund und trank sie in einem Zug aus.

Vier Tage später

"Pauli, du mußt ihnen das sagen" flehte Aki den Gitarristen an und setzte ihm eine Flasche Bier vor die Nase,
"Die Sonnenfinsternis ist in zwei Tagen, sie können nicht unvorbereitet in den Kampf gehen. Lauri könnte es nicht ertragen Meeri auch noch zu verlieren." sagte er sanft und setzte sich zu seinem Freund.
"Ich weiß Aki, aber ich weiß nicht wie ich ihnen sagen soll, was Meeri bevorsteht." sagte er leise, lehnte sich zurück und schloß die Augen.
"Los, komm wir gehen jetzt zu ihnen" sagte Aki, nahm ihm entschlossen die Bierflasche aus der Hand und zog ihn auf die Beine.
Pauli nickte schlapp.
"Aber du kommst doch mit oder?" fragte Pauli den Drummer und sah ihn flehend an.
"Ja, ich sagte ja, WIR gehen jetzt zu ihnen." sprach Aki beruhigend, nahm die Jacken von der Garderobe und reichte sie Pauli.
Aki zog den Schlüssel aus der Tür, steckte ihn in die Tasche und öffnete die Tür, er zog den Gitarristen mit sich aus der Wohnung und beide gemeinsam machten sich auf den Weg zu Lauris Wohnung.

Lauri und Meeri hatten den ganzen Tag im Bett verbracht und waren nun damit beschäftigt sich was zu essen zu machen.
Beide waren völlig erschöpft von den Strapazen der letzten Tage und gönnten sich eine Auszeit. Meeri war gerade dabei die Nudeln in das kochende Wasser zu schütten als es 5 mal an der Tür klingelte.
Lauri ging zur Tür und drückte sie auf.
"Paßwort?" brummte er ungehalten über die Störung und sah in Paulis Gesicht.
"No Fear." sagte dieser und fuhr verlegen mit dem Finger den Türrahmen auf und ab.
Lauri trat beiseite und lies Pauli dicht gefolgt von Aki ein.
"Hallo ihr zwei, ihr hattet mal wieder den richtigen Riecher, möchtet ihr was mit essen?" fragte Meeri fröhlich und wandte sich wieder den Nudeln zu.
Aki starrte wie gebannt auf die Nudeln und leckte sich gierig über die Lippen.
Meeri mußte lachen, dann aber als sie sich Pauli zu wandte erstarb ihr Lachen sofort.
Er sah blaß aus und hatte dunkle Ringe unter den Augen.
"Geht’s dir nicht gut Pauli?" fragte sie und musterte ihn besorgt.
Pauli fing an zu schluchzen und setzte sich auf die Couch.
"Ich muß euch was sagen." begann er langsam und sah Aki an, der ihm aufmunternd zunickte.
"Als ich vor ein paar Tagen weg gelaufen bin hab ich vorher was raus gefunden was dich betrifft Meeri." er wandte ihr sein gezeichnetes Gesicht zu und fuhr fort.

"Es geht um dein Blut Meeri. Es öffnet am Mittwoch in Verbindung mit dieser Planetenkonstellation eine Pforte zu einer anderen Welt, einer Paralleldimension, in der das reinste Wesen lebt. Dieses verhilft den Vampiren auch am Tag zu überleben.

Genau diese Pforte wird durch dein Blut geöffnet und geschlossen. Nur das dein Blut nicht ausreichen würde um dieses Tor wieder zu verschließen." sagte er und sah so aus als ob er nicht wüßte ob er weiter erzählen sollte. Er rang weiter mit sich und senkte den Kopf.
"Du würdest bei dem Versuch sterben." schloß er leise.
Drüben am Fenster stand Lauri und keuchte bei dem letzten Satz erschrocken auf.

"Wie bitte, sie würde bei dem Versuch sterben? Was meinst du damit?" schrie Lauri ihnen verzweifelt entgegen
Behutsam legte Meeri eine Hand auf seinen Arm und er beruhigte sich ein wenig.
Meeri hatte Tränen in den Augen.
`Warum, warum immer ich` dachte sie betroffen und wandte sich seufzend ab.
Plötzlich stand Mike mitten im Raum und lächelte.
Meeri schluchzte und warf sich in seine Arme.
Mike streichelte sie irritiert sanft über den Kopf, fragend blickte er in die Runde.
Aki erzählte ihm noch mal alles was sie raus gefunden hatten und fuhr sich danach mit seiner Hand durch seine schwarzen Haare.
"Was sollen wir jetzt tun?" fragte er in die Runde nachdem er geendet hatte und lies sich auf einem Sessel nahe des Fensters nieder.
Mike sah seine Tochter ernst an.
"Du wirst Übermorgen keinen Fuß vor die Tür machen, hast du mich verstanden." sagte er finster und sah dann rüber zu Lauri der unentwegt, wie ein Tiger im Käfig, im Wohnzimmer auf und ab lief.
Lauri fing Mike´s Blick auf und nickte bloß.
Die nächsten drei Stunden verbrachten sie bei Lauri und Meeri und redeten über Gott und die Welt. Mike erzählte über seine Zeit als Vampir und alle hörten interessiert zu.
Meeri saß mal angekuschelt bei Lauri oder ihrem Vater.

Aki mußte grinsen als er Mike und Meeri sah.
"Was grinst du so Hattu?" mischte sich Pauli ein.
"Guck dir mal Vater und Tochter an. Sind sie nicht süß wie sie da so sitzen?" witzelte er.

Mike musterte seine Tochter nach einer Weile mißtrauisch.
"Sag mal ist irgendwas passiert? Du hast dich irgendwie verändert, du siehst anders aus." sagte er und schaute böse zu Lauri rüber.
Meeri errötete tief und schüttelte schnell den Kopf.
Lauri hatte sich schnell in die Küche verzogen um Kaffee für alle zu machen.
Als Lauri wieder mit sechs Tassen auf dem Arm ins Wohnzimmer kam sprang Meeri schnell auf und nahm ihm ein paar Tassen aus der Hand.
Ihm kam eine Idee und er fing an zu versaut zu grinsen.
Schnell stellte er die Tassen auf den Tisch und drehte sich um.
Der Sänger zog Meeri in die Arme und begann sie zu stürmisch küssen.
Erst als die beiden ein lautes Räuspern hörten ließen sie wieder voneinander ab.
Mike schaute sie säuerlich an.
"Nicht wenn ich hier bin." sagte er schließlich knurrend.

Nach dem der Kaffee ausgetrunken war verabschiedeten sich die anderen Bandmitglieder und wünschten eine gute Nacht. Lauri brachte sie zu Tür.
"Sucht nach irgendwas womit wir Meeri beschützen können, bitte." sagte Lauri flehend zu den dreien. "Ich könnte es nicht ertragen sie zu verlieren." fügte er leise hinzu und sah dabei Pauli an.
"Keine Sorge ich werd was finden für sie." sagte er und legte tröstend eine Hand auf Lauris Schulter, dann drehten sich die drei um und gingen die Treppen nach unten.
Meeri hatte sich inzwischen auch von ihrem Vater verabschiedet nach dem sie versprochen hatte vorsichtig zu sein.
Mike hob die Hand in Richtung Lauri und verabschiedete sich so von ihm.
Im nächsten Moment war er verschwunden.

Meeri und Lauri machten sich daran das Wohnzimmer auf zu räumen und ließen sich dann geschafft auf die Couch fallen. Das Mädchen lies sich gegen die Schulter des Sängers fallen und schloß die Augen, sie schlief sofort ein.

Lauri betrachtete seine Freundin einen Moment lang zärtlich, er streichelte über ihre Wange und sagte dann die drei Wörter die für ihn die Welt bedeuteten.
"Ich liebe dich" flüsterte der Sänger in ihr Ohr, nie hätte er gedacht, daß er das nochmal zu einer Frau sagen würde.

Meeri erwachte völlig ausgeruht am anderen Morgen in dem großen Bett von Lauri. Wie sie dorthin gekommen war wußte sie nicht.
Der Sänger lag noch neben ihr und schnarchte laut.
`Kein Wunder das ich nicht mehr schlafen kann` dachte sie lächelnd, gab ihm einen Kuß auf den Mund und schwang sich aus dem Bett.
Die Uhr an der Wand in der Küche zeigte schon drei Uhr nachmittags, aber es war trotzdem dunkel draußen.
`Was so spät schon` dachte sie erschrocken und machte sich daran was zu essen vorzubereiten als es an der Tür klingelte.
Sie ging zur Tür und öffnete. "Hallo Eero, komm rein, hast du was rausbekommen?" fragte sie und schaute in das grinsende Gesicht des Bassisten, das sich im nächsten Moment in das grinsende Gesicht von Calista verwandelte.

Meeri stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben, taumelnd ging sie ein paar Schritte rückwärts und wollte nach Lauri schreien, aber der Vampir war schneller und packte sie an den Armen, so daß das Mädchen ein leises schmerzhaftes Stöhnen von sich gab.
"Sei ruhig wenn du leben willst." sagte Calista drohend und sah gerade noch wie Lauri aus dem Schlafzimmer schlurfte.
Sie setzte wieder ihr widerliches Grinsen auf und ehe der Sänger etwas machen konnte waren der Vampir mitsamt seiner Freundin verschwunden.

"NEEEEEEIN" schrie Lauri entsetzt und rannte zu der Stelle wo Meeri und Calista verschwunden waren, er griff planlos zum Hörer und wählte die erste Nummer die ihm einfiel. "Komm...sofort....Meeri...entführt." konnte er nur stammeln und wischte sich unwirsch ein paar Tränen von der Wange.
Zwei Minuten später als er aufgelegt hatte klingelte es an seiner Tür. Pauli stand vor seiner Tür, völlig abgehetzt sagte er schnell "No Fear" und ging in die Wohnung des Sängers.
"Was ist passiert?" wollte er von Lauri wissen.
"Sie ist weg, sie wurde von Kaari entführt." sagte Lauri und ihm kamen wieder die Tränen.
"Wie konnte das passieren?" fragte der Gitarrist.
Lauri zuckte nur mit den Achseln und wischte mit dem Ärmel über seine Augen.
"MIKE...MIKE, schwing deinen Hintern hier her." schrie Pauli auf einmal und im nächsten Moment stand Meeris Vater mitten im Wohnzimmer.
"Was gibt’s?" fragte er ahnungslos.
Er sah sich im Raum um.
"Wo ist Meeri?" fragte er jetzt und blitzte Lauri an.
"Weg, entführt, von deiner anderen mißratenen Tochter." brachte der Vogel haßerfüllt hervor.
"WIE ENTFÜHRT, ES WAR DEINE AUFGABE SIE ZU BESCHÜTZEN!" schrie Mike und wollte auf Lauri losgehen.
Pauli hielt den älteren gerade noch zurück. "Es war nicht seine Schuld." sagte er beschwichtigend. Mike lies sich aufs Sofa fallen und stützte den Kopf auf seine Hände während Lauri im Wohnzimmer auf und ab ging.
Inzwischen sind auch die anderen Bandmitglieder eingetroffen und wurden in Kenntnis gesetzt.
"Ich glaube ich weiß wo sie sind" sagte plötzlich Meeris Vater.
Lauri sprang auf.
"Worauf warten wir dann noch?" schrie er fast.
"Lauri warte, du kannst da nicht einfach rein spazieren. Da sind hunderte von Vampiren die nur darauf warten dir den Hals umzudrehen." sagte Mike erschöpft und kratze sich am Kopf.
"Mike, morgen die Sonnenfinsternis, schon vergessen? Wir müssen sie daraus holen." sagte Aki und setzte sich auf die Sofalehne.
Lauri ging immer noch im Raum auf und ab, er ließ sich auch von seinen Bandkollegen nicht beruhigen.
"Ich weiß, aber wir brauchen einen Plan. Anders geht es nicht. Die bringen die uns um." sagte Mike und fuhr sich mit der Hand durch seine ergrauten Haare.
"ICH WILL SIE DA RAUS HABEN!" schrie Lauri jetzt seinen Schwiegerpapa in spe an.
"Lauri, ich auch, glaub mir, sie ist immerhin meine Tochter." beruhigte Mike den Vogel, aber Lauri sah ihn mit funkelnden Augen an.
"Heute können wir nichts mehr ausrichten. Geht schlafen, Pauli wann ist die Sonnenfinsternis morgen?" fragte der älteste und sah in Paulis bleiches Gesicht.
"Sie fängt um vier an. Danach wird es nicht mehr hell bis Donnerstag früh." sagte Pauli seine Gesichtsfarbe wechselte zu grün und er war fast davor sich zu übergeben vor Aufregung.
"Beruhig dich Dickerchen, du mußt was für mich rausfinden." sagte Mike
"Wir treffen uns morgen um zwei Uhr hier wieder." fuhr er fort, dann hakte er sich Pauli unter und verschwand mit ihm.

Der Sänger sah Aki bittend an und dieser verstand sofort. "Ich bleibe." sagte Aki kurz ging in die Küche und stellte die gebrauchten Tassen in die Spülmaschine.
Der Abend verlief in gereizter Stimmung und wenn Aki ihn ab und zu an sah war der Vogel tief in Gedanken versunken.
"Lauri, mach dir keine Sorgen, wir werden sie retten."
Plötzlich stand der Schlagzeuger auf und ging in das Schlafzimmer um kurz zu telefonieren wie er sagte. Als er wiederkam, nach Stunden wie es Lauri schien, grinste er von einem Ohr zum anderen.
"Was ist los." fragte der Sänger als er das bemerkte.
"Ich hab ein paar Leute von früher zusammen getrommelt, sie werden uns morgen helfen." "Wen?" fragte Lauri und staunte.
"Ville, Jonne, Janne die ganze Truppe." sagte Aki immer noch grinsend.
"Du hast Janne angerufen?" fragte Lauri überrascht, denn er wußte das Aki das nicht gerne gemacht hat.
Aki nickte nur.
"Danke" brachte Lauri nur erschöpft heraus.
"Lintu, du solltest schlafen gehen. Du wirst deine ganze Kraft morgen brauchen um sie da raus zu holen." sagte Aki und sah den Sänger besorgt an.
Lauri nickte nur und schlurfte dann in Richtung Schlafzimmer.

Als Lauri am nächsten Morgen erwachte blinzelte ihm die Sonne entgegen, er machte langsam die Augen auf, nur um sie wieder zu schließen.
"Verschwinde, ich will noch nicht aufstehen." murmelte er verschlafen.
Der Sänger drehte sich um und zog seine Decke über den Kopf.
Dann klopfte es an der Tür seines Schlafzimmers.
"Ja" sagte er leise. Die Tür öffnete sich und Aki kam in das Schlafzimmer.
"Lauri du mußt aufstehen, es geht gleich los. Pauli und Eero sind schon da." flüsterte er und ging wieder. Der Sänger befreite sich aus seiner Decke und stand auf.
Er ging in Richtung Badezimmer und beschloß erstmal heiß zu duschen. Als er fertig war betrat er das Wohnzimmer und staunte.
"Ville, Jonne, Janne." sagte er überrascht und fing dann an zu grinsen.
"Ja. Schön dich mal wieder zu sehen, Lintu." sagte Ville, ging auf ihn zu und grinste.
"Ich bin froh das ihr da seit" sagte Lauri und sah Pauli an. "Ich hab ihnen schon alles erklärt." sagte der Gitarrist und Lauri nickte zum Zeichen das er verstanden hatte.
Sie warteten noch auf Mike. Er erschien, pünktlich um zwei, wie immer plötzlich aus dem nichts und sah bleich um die Nase herum aus. "Moi alle zusammen, kanns losgehen" fragte er nur und sah in die Runde.
Alle nickten und Lauri holte einen Koffer aus dem Schrank. "Ich hätte nie gedacht das ich dich noch mal brauchen würde." nuschelte er und machte sich an den Schlössern zu schaffen. Er murmelte irgendwelche Zahlen vor sich hin und schließlich schnappten die Verschlüsse auf. Zum Vorschein kam eine ganze Sammlung von Pflöcken, Kreuzen Schwertern und anderen kleinen Spielsachen die man zum töten von Vampiren gebrauchen konnte. Jeder bediente sich aus dem Koffer, nur Mike nicht. "Warum nimmst du dir nichts?" fragte Lauri.
"Ich brauch das Zeugs nicht" sagte Mike etwas hochnäsig.
"So, können wir los?" fragte er.
Lauri nickte mit brummigen Gesicht.
Alle nahmen sich an den Händen.
"Bereit?" fragte Meeris Vater und nachdem alle mit nervösen Gesichtern nickten schloß er die Augen.
Lauri fühlte sich plötzlich leicht wie eine Feder er schloß die Augen denn er sah einen Strudel aus lauter bunter Farben und ihm wurde übel. So schnell wie dieses leichte Gefühl da war verschwand es auch schon wieder und als er die Augen aufmachte fand er sich auf einem Friedhof wieder.
Er schaute sich um und sah das alle heil hier gelandet waren. Lauri legte sich einen Finger auf die Lippen um den anderen zu bedeuten still zu sein.
Mike ging voran und alles folgte ihm im Gänsemarsch.
Lauri ging an riesigen Staturen vorbei, Engel wie er erkannte. Normalerweise würde er stehen bleiben und sich diese schönen Figuren anschauen, denn er liebte Friedhöfe, aber heute war alles anders.
Sie gingen einen von Bäumen gesäumten Weg entlang direkt auf eine riesige Gruft zu und dann begann es.
Der Mond schob sich langsam vor die Sonne.
"Macht euch bereit. Sie werden gleich raus kommen" flüsterte Mike und sein Gesicht schien angespannt.
Lauri, Aki, Eero und sogar Pauli stellten sich direkt neben dem Eingang der Gruft um dem ersten Vampir der raus kam den Kopf abzuschlagen. Die anderen versteckten sich in sicherer Entfernung hinter den Bäumen. Mike stellte sich neben Lauri und schaute ihn an.
"Es wird alles gut Lauri" sagte der Mann zu ihm und legte eine Hand auf die Schulter des Sängers. Lauri blickte ihn grimmig mit seinen grünen Augen an und nickte.
Die Sonne war jetzt fast vollständig bedeckt und Lauris Nerven waren zum zerreißen gespannt. Er hielt sein Kurzschwert in die Höhe und wartete darauf das die Vampire aus ihrer Gruft kamen. `Die können ihr blaues Wunder erleben` dachte er schadenfroh.
Dann endlich war die Sonne ganz von dem Mond bedeckt und ein silber-goldener Streifen glänzte um dieses Gebilde. Er hörte wie sich die Tür zur Gruft knarrend öffnete und lauschte angestrengt. Leise Stimmen vernahm er und gab dann das Zeichen zum Angriff.
Er sprang gleichzeitig mit seinen Bandkollegen aus seinem Versteck und köpfte sogleich den ersten Vampir. Nachdem er sich einen besonders anstrengenden Kampf mit einer Vampirfrau geliefert hatte schaute er kurz was Aki machte und sah das er mit einem besonders kräftigen Vampir sich auf dem Boden wälzte.

Er rannte zu seinem Freund, zog seinen Pflock aus dem Ärmel und stach ihn durch den Rücken mitten in das Herz des Untoten.
Aki nieste ein paar mal.
"Warum müssen die immer zu Staub zerfallen, ich bin allergisch dagegen." sagte er, aber Lauri hatte keine Zeit zu antworten.
Er wurde von hinten gepackt und gegen einen Baum geschleudert und hörte wie Knochen brachen, er hielt sich den Brustkorb, stand keuchend auf und suchte nach seinem Schwert. Es lag in einiger Entfernung auf dem Boden. Jetzt sah er wer ihn gegen den Baum geschleudert hatte, es war Calista.
Sie grinste boshaft. "Du wirst mir das nicht vermiesen. Das Ritual hat schon stattgefunden, jeden Augenblick wird sich die Pforte öffnen und die ganze Erde wird von der Dunkelheit verschluckt werden." sagte sie mit blitzenden roten Augen.
Lauri hielt Ausschau nach Meeri. Er fand sie an einem Baum gefesselt, sie hatte das Kinn auf die Brust gelegt und war ohnmächtig. Er machte einen Schritt auf sie zu hielt aber dann inne weil ein gewaltiges Rucken die Erde erschütterte.
`Ein Erdbeben` dachte er und hielt sich an dem Baum fest gegen den er vorhin geschleudert wurde.
`Meeri wach auf, bitte` flehte Lauri im Stillen, und als ob sie es gehört hätte machte sie die Augen auf und sah sich um.
Dann trafen sich ihre Blicke und sie lächelte ihn entschuldigend an.
Er lächelte nur, schüttelte den Kopf und sah das Meeris Vater auf dem Weg zu ihr war, er kniete sich leise hinter den Baum und löste die Fesseln. Die beiden gingen geduckt hinter einen der riesigen Grabsteine und versteckten sich dort. Zum Glück hatte sie keiner entdeckt, denn die anderen Vampire waren alle mit kämpfen beschäftigt. Lauri fühlte Stolz in sich aufwallen als er sah wie seine Freunde ums Leben kämpften.
Er sah wieder zu Calista. "Du wirst nicht siegen. Ich werde dich töten, genauso wie ich deinen Bruder getötet habe." brummte er sie an.
Als Calista von einem anderen Vampir anrempelt wurde sah Lauri seine Chance, er rannte an ihr vorbei und hechtete auf sein Schwert zu. Als er das kühle Metall wieder in seinen Finger spürte war er zuversichtlicher wie nie zuvor.
`Ja, ich werde dich töten` dachte er und drehte sich langsam um.
"Das da kann dir nicht helfen" sagte sie grimmig und ging langsam auf ihn zu.
"Eine Waffe sofort" schrie sie. Ein anderer Vampir erhörte Calista und warf ihr ein Schwert zu.
Calista machte den ersten Angriff und erwischte Lauri am Arm. Er aber spürte nichts von dem Schmerz und hieb weiter auf Calista ein. Er drängte sie in eine Ecke und stach mit seinem Kurzschwert schließlich in ihren Bauch.
"Du dummes Kind, das kann mich nicht töten." lachte sie ihn aus.
"Das vielleicht nicht, aber das." sagte er und zeigte mit dem Finger auf den Pflock der mitten in ihrem Brustkorb saß.
Ihre Augen weiteten sich erschrocken und schon zerfiel sie zu Staub.
Lauri seufzte einmal tief und drehte sich mit feurigem Blick um.
Als die Vampire gesehen hatten das er ihre Meisterin umgebracht hatten rannten alle in verschiedene Himmelsrichtungen davon.
Meeri kam hinter dem Grabstein hervor, Lauri drehte sein Gesicht zu ihr. Sie schluchzte einmal auf und rannte dann in seine Arme. Er strich dem Mädchen beruhigend über den Rücken und flüsterte leise Worte in ihr Ohr die nur sie verstand. Plötzlich wurde die Stille durch ein Donnern unterbrochen. Der Sänger sah zum Himmel aber keine einzige Wolke war am Himmel. Er sah sich suchend nach Pauli um, er ziemlich mitgenommen aussah, er hatte überall Kratzer, seine Lippe war blutig und um sein linkes Auge prangte ein riesiges Veilchen.
"Was hat das zu bedeuten, Pauli?" fragte der Sänger seinen Freund.
"Die Pforte ist immer noch geöffnet." antwortete dieser.
"Wie können wir sie schließen?" fragte Lauri und konnte sich aber die Antwort schon denken. Mike trat zu ihnen.
"Wir wissen eine Möglichkeit." sagte er leise und man konnte die Angst in seiner Stimme hören.

Mike wandte sich zu Meeri.
"Wo hat das Ritual stattgefunden?" fragte er seine Tochter und sah sie mit strengem Blick an. "Unten in der Gruft" sagte sie verwundert. Mike drehte sich um und betrat die Gruft. Die anderen folgten ihm schweigend. Meeri hatte ein ungutes Gefühl bei der ganzen Sache und ging mit Lauri der sie stützte in die unteren Räume der Gruft.
"Nach links." sagte sie kurz als Mike vor einer Abzweigung stehenblieb.
Meeris Vater betrat einen großen Raum, in der Mitte war ein Pentagram aufgemalt und es zeigten sich noch Blutspuren auf dem Boden. Er betrat die Zeichnung und Pauli gab ihm ein Messer.
"Was hast du vor" schrie Meeri verzweifelt und wollte ihm das Messer wegnehmen. Auch Lauri stürmte zu ihm. "Das kannst du nicht tun, Mike." sagte er. Mike sah die beiden mit ienem liebevollen Blick an.
"Lauri, paß gut auf meine Kleine auf, ja? Meeri, es tut mir leid, aber ich muß es tun." sagte er. "Wir haben gestern herausgefunden das auch Mike´s Blut die Pforte schließen kann, weil es ja zur Hälfte Meeris Blut ist. Aber es wäre sein Tod." meldete sich Pauli erklärend zu Wort.
Meeri riß sich von Lauri los, der sie zurückhalten wollte.
Sie rannte zu ihrem Vater und fiel in dessen Arme.
"Tu das nicht, ich bitte dich, ich kann dich doch nicht auch noch verlieren, obwohl ich dich gerade erst gefunden habe." schluchzte sie.
"Meeri mein Schatz, ich muß es tun, versteh mich doch. Lauri?"
Er sah den Freund seiner Tochter an, dieser ging auf ihn zu, legte tröstend eine Hand auf die Schulter des Mannes und versuchte schließlich Meeri von ihm zu lösen. Sie schüttelte sich jetzt vor Weinkrämpfe und ihr Blick war getrübt von Tränen.
Als sich Mike wieder in das Pentagram stellte donnerte es nochmals heftig und die Erde fing wieder an zu zittern.
"Es wird Zeit." sagte Mike.
Dann sah er Lauri an.
`Bitte mach du es.` hörte Lauri in seinem Kopf und schaute verwundert zu Mike.
Der Sänger schluckte einmal schwer aber nickte dann, nahm sein Kurzschwert und hielt es zitternd in den Händen.
"Bitte hasse mich nicht dafür." sagte Lauri an Meeri gewandt, drehte sich um und stach in das Herz des Vaters.
Sofort brach Mike zusammen und Meeri konnte ihn bevor er auf dem Boden aufschlug auffangen. "Neeeeein" schrie das Mädchen "Bitte bleib bei mir, ich will dich nicht verlieren." brachte sie dann nur noch leise hervor. "Vater, laß mich hier nicht wieder alleine"
Ihr Vater hob die Hand zu ihrem Gesicht und streichelte über ihre Wange.
"Du siehst deiner Mutter so ähnlich" flüsterte er mit rauher Stimme und schloß mit einem Lächeln die Augen für ein letztes Mal.
Das Donnern und Beben hörte nach Mike´s Tod sofort auf. Es hatte geklappt.
Lauri trat zu seiner Freundin und legte den Arm um sie.
"Komm, laß uns hier weg." sagte er und zog sie auf die Beine. Sie lehnte sich an ihn.
"Es ist vorbei." sagte sie.
"Ja, du hast sie gerächt. Nein, eigentlich hab ICH sie gerächt." lachte Lauri dann.
Dafür bekam er einen Hieb in die Magengegend und stieß überrascht die Luft aus.
Meeri sah ihn an. "Er hat dich darum gebeten oder?" fragte sie Lauri leise und sah ihn erwartungsvoll an.
Der Sänger nickte nur. "Ich liebe dich." sagte sie, küßte ihren Freund innig und drehte sich dann nochmal zu der Stelle um wo ihr Vater liegen sollte, sah aber das er verschwunden war.
Sie lächelte `Paß von da oben gut auf uns auf, hörst du? ´ dachte sie und schritt mit Lauri Arm in Arm aus der Gruft nach oben, aus dem Schatten in das Licht.




-Ende-




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